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Wirtschaft Bayern will nicht für Transfergesellschaft zahlen
Nachrichten Wirtschaft Bayern will nicht für Transfergesellschaft zahlen
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16:01 24.10.2017
Die 4500 Beschäftigten der insolventen Airline müssen weiter zittern. Quelle: ZB
Berlin

In den Verhandlungen um eine Transfergesellschaft für die Beschäftigten von Air Berlin gibt es noch keinen Durchbruch. Bei einem ersten informellen Treffen zwischen Vertretern der Länder Berlin und Nordrhein-Westfalen sowie der Bundesregierung wurde noch keine Lösung gefunden. Möglicherweise könnte am Mittwoch ein zweites Gespräch stattfinden, hieß es aus dem Umfeld des Unternehmens. Die vor allem vom Land Berlin unterstützte Transfergesellschaft soll den 4500 Betroffenen den Wechsel in neue Jobs erleichtern. Ohne eine solche Gesellschaft drohen weitreichende Massenentlassungen.

Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte der „Berliner Morgenpost“, sein Land würde sich mit den Kosten für Beratung und Verwaltung beteiligen. Die beteiligten Firmen müssten zumindest die Sozialversicherungsbeiträge übernehmen. Die Bundesagentur für Arbeit würde das Transferkurzarbeitergeld in Höhe des Arbeitslosengeldes zahlen, erläuterte er. Air Berlin schätzt den Finanzbedarf eine Transfergesellschaft auf 50 Millionen Euro. „Wir sind weiterhin bereit, 10 Millionen Euro dafür zu geben“, bekräftigte ein Sprecher am Dienstag.

Bayern will sich nicht an Kosten beteiligen

In Bayern hingegen ist man nicht bereit, sich an den Kosten für die Transfergesellschaft zu beteiligen. „Hier sehen wir vor allem die Unternehmen in der Pflicht, über einen Sozialplan oder bei Bedarf durch die Einrichtung einer Transfergesellschaft, die Folgen der Insolvenz für die betroffenen Mitarbeiter abzumildern“, sagte eine Sprecherin des Arbeitsministeriums am Dienstag in München. Man sei zuversichtlich, dass die bayerischen Beschäftigten „sehr schnell wieder Anschluss an den Arbeitsmarkt finden“.

Von dpa/RND