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Wirtschaft Arbeitgeber: Metaller sollen länger arbeiten
Nachrichten Wirtschaft Arbeitgeber: Metaller sollen länger arbeiten
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21:16 15.11.2017
Von Jens Heitmann
Quelle: Carsten Rehder/dpa (Symbolbild)
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Hannover/Berlin

„Wenn wir die Debatte über eine Flexibilisierung führen – dann bitte in beide Richtungen“, sagte der Verhandlungsführer von Niedersachsen-Metall, Torsten Muscharski am Mittwoch. Die Gewerkschaft will auch für die 110.000 Beschäftigten der Branche in Niedersachsen einen Anspruch auf eine befristete Arbeitszeitverkürzung erreichen. Jeder Beschäftigte soll seine Arbeitszeit für zwei Jahre auf 28 Stunden in der Woche verringern können. Wer sich in dieser Zeit um seine Kinder kümmert oder Angehörige pflegt, soll vom Arbeitgeber einen Zuschuss bekommen. Im Anschluss sollen die Beschäftigten zur Vollzeit zurückkehren können.

Dieses Ansinnen weisen die Arbeitgeber zurück. Die Forderung für einen begrenzten Personenkreis von Teilzeitbeschäftigten schaffe in den Betrieben „eine Zwei-Klassen-Gesellschaft“, sagte Muscharski: „Denjenigen, denen ein Entgeltausgleich aufgrund von familiären Umständen zukommen soll, stünden diejenigen gegenüber, die zu regulären Bedingungen einer Teilzeitbeschäftigung nachgingen.“

Die Arbeitgeber konfrontieren die IG Metall zusätzlich mit einem eigenen Forderungskatalog. Die in den Manteltarifverträgen enthaltene Beschränkung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden „passt nicht mehr in die moderne Arbeitszeitwelt“, heißt es in einem Positionspapier von Niedersachsen-Metall. Mehrarbeit müsse je nach Bedarf auch ohne Zuschläge möglich sein. Zudem fordern die Unternehmen, die Möglichkeiten für eine Befristung von Arbeitsverhältnissen zu erweitern. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer warf der IG Metall in dem Tarifstreit Realitätsverlust vor: „Die Vorstellungen der IG Metall sind völlig weltfremd“, sagte Kramer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Die Metall- und Elektroindustrie leidet schon heute unter Fachkräftemangel. Wenn es jetzt zu Arbeitszeitverkürzungen kommt, wird es dieser wichtigen Branche in Zukunft nicht mehr so gut gehen wie heute.“

Die IG Metall zeigte sich von der brüsken Zurückweisung ihrer Forderungen überrascht. „Die Arbeitgeber stellen auf stur und verschließen sich“, sagte Verhandlungsführer Thorsten Gröger. Angesichts voller Auftragsbücher und einer hohen Auslastung der Betriebe sei dieses Verhalten „grotesk und vermessen“. Mit Blick auf die Forderung nach einer Verlängerung der Arbeitszeit durch Niedersachsen-Metall ist hinter den Kulissen von einer „Breitseite vor den Bug“ die Rede. Die Friedenspflicht in der Branche endet am 31. Dezember. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 6. Dezember anberaumt.

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