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Wirtschaft Arbeitgeber: Kein Lohn am neuen Feiertag
Nachrichten Wirtschaft Arbeitgeber: Kein Lohn am neuen Feiertag
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00:15 28.01.2018
Bei den Arbeitgebern stößt ein weiterer gesetzlicher Feiertag generell auf wenig Gegenliebe.  Quelle: dpa
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Hannover

 In der Debatte um einen zusätzlichen Feiertag in Niedersachsen bringen die Metall-Arbeitgeber einen unbezahlten freien Tag ins Gespräch. Das würde bedeuten, dass den Arbeitnehmern am Monatsende der Lohn für den freien Tag vom Gehalt abgezogen würde, wie ein Sprecher des Arbeitgeberverbandes Niedersachsen-Metall erläuterte. Volker Schmidt, der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, hatte zuvor „zwar einen zusätzlichen, dann aber bitte unbezahlten Feiertag“ vorgeschlagen.

Bei den Arbeitgebern stößt ein weiterer gesetzlicher Feiertag generell auf wenig Gegenliebe. Schmidt sprach von hohen Kosten und verwies auf Gespräche der Landesregierung mit den beiden großen Kirchen: „Wenn drei sich einig sind, dass ein Vierter zahlen soll, ist das für die drei natürlich immer erst einmal charmant.“ Man habe „grundsätzliches Verständnis für das Anliegen der Landesregierung und der Kirchen, über einen zusätzlichen Feiertag den Menschen in bewegten Zeiten zu mehr Zeit für Seelenruhe und Zerstreuung zu verhelfen“. Die Kosten für die Arbeitgeber seien aber enorm – deshalb würde Schmidt gern die Arbeitnehmer in die Pflicht nehmen.

Bei den Landespolitikern findet der Verbandschef wenig Gehör. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wie auch CDU-Fraktionschef Dirk Toepffer äußerten sich ablehnend. Bereits im Februar könne ein Gesetzentwurf vorliegen, hatte Weil kürzlich gesagt – obwohl auch die Diskussion um den passenden Tag nicht abebbt.

Jüdische Gemeinden und katholische Kirche haben wiederholt Bedenken gegen den Reformationstag angemeldet, den Weil und CDU-Landeschef Bernd Althusmann favorisieren. Bei den evangelischen Kirchen trifft der Widerspruch nicht auf großen Widerhall. Der Reformationstag sei doch „ihre Sache“, ist zu hören, auch ist von „Einmischung“ die Rede.

Die Landesregierung scheint jedenfalls gewillt, den Reformationstag durchzusetzen – auch mit dem Hinweis, dass andere norddeutsche Länder diesen Tag bevorzugen. Offiziell dafür ausgesprochen hat sich bislang nur Bremen, doch auch in Schleswig-Holstein und in Hamburg gibt es starke Bestrebungen, den Reformationstag zum Feiertag zu erklären. 

Von Ralf Krügerund Michael B. Berger

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