Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Wirtschaft Das ist Hannovers „Familienunternehmer des Jahres“
Nachrichten Wirtschaft Das ist Hannovers „Familienunternehmer des Jahres“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 21.01.2018
Ausgezeichnete Unternehmer und Bewunderer: Andreas Jäger (2. v. l.) und Alina Zimmermann, Konstantin Uplegger, Regionalvorsitzender der Jungen Unternehmer (l.), FDP-Chef Stefan Birkner (2. v. r.) und Andreas Pralle, Regionalvorsitzender des Verbandes der Familienunternehmer. Quelle: Foto: Schaarschmidt
Anzeige
Hannover

 Randlose Brille, perfekter Krawattenknoten, dezentes Firmenlogo am Kragen – wer Andreas Jäger kennenlernt, dem fallen zuerst die Adjektive „korrekt“ und „konservativ“ ein. Doch daraus sollte man nicht schlussfolgern, dass der 58-jährige Unternehmer aus Hannover nicht auf der Höhe der Zeit ist und nicht über seinen Tellerrand hinausschaut.

Im Gegenteil. Bei einem spontanen Treffen auf der Hannover-Messe beschreibt er die Umwälzungen durch die Digitalisierung präziser und anschaulicher als jeder Sprecher eines Großkonzerns. Und kaum ein anderes hannoversches Unternehmen ist so international ausgerichtet wie die Jäger-Gruppe, die Andreas Jäger gemeinsam mit seinen Brüdern Sebastian und Marius-Quintus leitet. Die mehr als 800 Mitarbeiter entwickeln und produzieren an 20 Standorten, unter anderem in Deutschland, den USA und China. Der Umsatz wuchs binnen zehn Jahren von 130 Millionen auf rund 200 Millionen Euro.

Innovativ, ehrgeizig, aber geleitet von traditionellen Werten – so könnte man Jägers Erfolgsrezept zusammenfassen. Und dafür haben ihn am Donnerstag seine Unternehmerkollegen aus der Heimat ausgezeichnet. Der Regionalkreis Hannover des Verbandes der Familienunternehmer kürte ihn im Schloss Herrenhausen zum „Familienunternehmer des Jahres“.

Jäger habe seine Firmengruppe mit Weitblick und einer klaren Zielausrichtung zukunftsfähig aufgestellt, lobte Andreas Pralle, Regionalvorsitzender des Verbandes. Für Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) ist die Jäger-Gruppe der „Prototyp eines Familienunternehmens“. Sie zeige exemplarisch, wie ein Unternehmen über mehrere Generationen international erfolgreich im Wettbewerb bestehen könne.

Jäger selbst betonte, dass „Leistungsorientierung nicht im Widerspruch, sondern in Balance zu Menschlichkeit“ stehen müsse. „Das eine geht nicht ohne das andere.“ Es seien seine Mitarbeiter, die ihre Produkte „so einzigartig und erfolgreich“ machten. Er hoffe, dass seine Firma sich auch in Zukunft den Familiencharakter bewahre, „bei allem Wachstum“.

Die Jäger-Gruppe stellt vor allem Komponenten aus Gummi und Kunststoff her, für Erntemaschinen, Pumpen, Windräder und viele andere Arten von Anlagen und Maschinen. Teile wie Membranen, Schläuche oder Riemen, die unverzichtbar, aber in den fertigen Produkten auch unsichtbar sind. Das erklärt, warum die meisten Hannoveraner die Jäger-Gruppe vermutlich nicht kennen. 

Gegründet worden war sie 1942 von Arnold Jäger senior in Hannover als Handelsbetrieb. In den Fünfzigerjahren kamen weitere Standorte in Deutschland und erste selbst entwickelte und hergestellte Produkte hinzu, unter anderem für die damals zwischen Hannover und Celle tätigen Erdölförderer.

Der promovierte Ingenieur Andreas Jäger führt das Unternehmen in der dritten Generation. Gemeinsam mit seinem Bruder Sebastian trat er 1994 in die Geschäftsführung ein. Seitdem hat sich die Entwicklung beschleunigt: Die Gruppe gründete Tochterfirmen unter anderem in China und den USA und baute den Umwelttechnik-Bereich erfolgreich aus.

Von Christian Wölbert

Die Norddeutsche Landesbank behält die Deutsche Hypothekenbank, will sich aber zumindest zum Teil von der Tochter Nord/LB Asset Management trennen. Ein hannoverscher Interessent blitzte ab.

21.01.2018

Mit ambitionierten Plänen stieg der deutsche Discounter Lidl im vergangenen Jahr in den US-Markt ein. Doch die ersten Umsätze waren offenbar nicht vielversprechend. Nun bremst die Supermarkt-Kette den Ausbau neuer Filialen.

18.01.2018

Die Supermarktkette Kaufland ruft in mehreren Bundesländern drei Sorten Hackfleisch zurück. In der Fleischware wurden Glassplitter einer defekten Maschine gefunden.

18.01.2018
Anzeige