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Wirtschaft Amazon und Ebay sollen für Umsatzsteuerbetrug haften
Nachrichten Wirtschaft Amazon und Ebay sollen für Umsatzsteuerbetrug haften
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14:01 31.07.2018
Amazon soll laut einem Gesetzesentwurf für Umsatzsteuerbetrug seiner Händler haften. Quelle: imago/Eibner
Berlin

Die deutsche Bundesregierung will den Umsatzsteuerbetrug auf Plattformen wie Ebay oder Amazon wirkungsvoller bekämpfen. Laut einem Entwurf, über den verschiedenen Medien berichten, sollen Online-Marktplätze ab Anfang 2019 stärker in die Pflicht genommen werden, wenn es darum geht, Umsatzsteuerhinterziehung im Netz zu verhindern.

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, sollen E-Commerce-Plattformen wie Ebay oder auch Amazon bestimmte Daten wie zum Beispiel den Namen, die Adresse oder auch die Steuernummer der Händler erfassen. So sollen die Finanzämter überprüfen können, ob die Händler ordnungsgemäß Steuern zahlen, heißt es. Wenn die Händler keine Umsatzsteuer abführen, sollen die Plattformen-Betreiber für die Schäden haften.

Mehr Steuereinnahmen

Die Neuregelung soll pro Jahr einige hundert Millionen Euro mehr an Steuereinnahmen bringen. „Seit geraumer Zeit liegen vermehrt Anhaltspunkte dafür vor, dass es beim Handel mit Waren über das Internet unter Nutzung von elektronischen Marktplätzen verstärkt zu Umsatzsteuerhinterziehungen kommt, insbesondere beim Handel mit Waren aus Drittländern“, zitiert die Rheinische Post aus dem Gesetzentwurf. Deshalb bestehe „dringender Handlungsbedarf“.

Vor allem Online-Shops aus China verkaufen über Amazon und Ebay, aber auch über weniger bekannte Online-Plattformen Waren, ohne die Umsatzsteuer an das Finanzamt abzuführen.

Von asu/dpa/RND

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