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Wirtschaft Wirtschaft unzufrieden mit Bedingungen für 5G-Auktion
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft unzufrieden mit Bedingungen für 5G-Auktion
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10:49 24.09.2018
Wirtschaft kritisiert Ausschreibungsbedingungen für 5G-Auktion: DIHK-Vize Dercks: „Wirtschaftlich sinnvolle Flächenabdeckung lässt sich so nicht erreichen.“ Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn/dpa
Berlin

„Vom künftigen Mobilfunkstandard 5G verspricht sich die deutsche Wirtschaft enorme volkswirtschaftliche Impulse“, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Achim Dercks, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Allerdings drohen derzeit Versäumnisse der Vergangenheit wiederholt zu werden“, warnte Dercks. „So stellen die Auflagen für die Netzabdeckung allein auf die Versorgung von privaten Haushalten ab. Das ist aber ein zu enger Ansatz“, kritisierte der Wirtschaftsvertreter. Auch die aktuell diskutierten zusätzlichen Versorgungsauflagen für ausgewählte Bahnstrecken, Autobahnen und Bundesstraßen entsprächen keineswegs den tatsächlichen Herausforderungen, so Dercks weiter. „Unternehmen benötigen 5G Mobilfunk gerade auch in ländlichen Flächen und entlang aller Verkehrswege, also Straßen, Schienen, Wasserstraßen. Daraufhin muss die Bundesregierung die Prioritäten bei der Frequenzvergabe ausrichten“, forderte Dercks.

„Auch Landwirte und viele andere auf dem Land ansässige Unternehmen wollen künftig mit 5G arbeiten“, sagte Dercks weiter. „Sie brauchen nicht nur die Möglichkeit, Daten herunterladen zu können. Unternehmen müssen vor allem auch große Datenmengen hochladen können“, fügte Dercks hinzu. „Mit den bisherigen Plänen wird sich eine wirtschaftlich sinnvolle Flächenabdeckung nicht erreichen lassen“, klagte Dercks und forderte einen aufeinander abgestimmten Ausbau gigabitfähiger Strukturen im Festnetz- und Mobilfunkbereich. Dercks: „Was Deutschland jetzt zusätzlich braucht, ist der Mut, erkennbare Probleme auch auf unkonventionelle Weise zu lösen. Die Politik muss jetzt die richtigen Weichen stellen und dann schnell in die Umsetzung kommen.“

Von Andreas Niesmann/RND

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