Mandy Zöllner nimmt Maß für eine gute Platzierung der Wasserballerinnen.
Gerade einmal zum Wäschewaschen hat das kurze Intermezzo in Hannover gereicht. 18 Stunden nach der Rückkehr vom Nationalmannschaftslehrgang in Duisburg startete Mandy Zöllner am Donnerstag zur WM nach Rom.
Die Wasserballerin vom Hannoverschen Schwimm-Verein ist die einzige Sportlerin aus der Region, die an den Titelkämpfen in der italienischen Hauptstadt teilnimmt. Zur Delegation des Männerteams gehört darüber hinaus lediglich der frühere Nationaltorwart Michael Zellmer als Teammanager. „Ich freue mich, dass ich Hannover bei der WM vertreten kann, und ich hoffe, dass wir erfolgreich sein werden“, sagt die 24-jährige Werkzeugprüferin.
Der sportliche Aufstieg des HSV-Bundesligateams mit Teilnahmen am Europapokal und an der Pokal-Endrunde in der vergangenen Saison ist auch eng mit Zöllner verbunden. Vor vier Jahren kam die Center-Spielerin von der SG Neukölln nach Hannover, um hier ihre Ausbildung zu machen - und Wasserball zu spielen. Rom ist die dritte WM-Teilnahme für die gebürtige Potsdamerin, die sich in der „ewigen Stadt“ einiges ausrechnet. „Wir wollen Gruppenzweiter werden und unter die ersten acht kommen“, sagt sie selbstbewusst.
Unter dem neuen Bundestrainer Rene Reimann habe sich das Team in allen Belangen verbessert. „Die Italienerinnen und Niederländerinnen haben sich bei den gemeinsamen Lehrgängen ganz schön gewundert“, sagt Zöllner. Und selbst will die Center-Spielerin auch viel zum Erfolg beitragen. Als Angriffsspezialistin rechnet sie mit „viel Einsatzzeit. Ich soll eine tragende Rolle spielen und auch Taktiken ansagen“, beschreibt sie ihre Aufgabe im Becken.
Und sollte es nichts werden mit dem sportlichen Erfolg, lohnt sich die Tour nach Rom für Reisefan Zöllner allemal. „Eine tolle Stadt. Man kann dort herrlich Kaffee trinken und shoppen gehen“, sagt sie.