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US Open

Wozniacki verpasst Tennis-Krönung in Queens

Sie wollte die Queen von Queens werden. Im Halbfinale der US Open kam für die topgesetzte Dänin Caroline Wozniacki aber das Aus. Damit war auch die Chance dahin, neue Tennis-Weltranglistenerste zu werden.
Caroline Wozniacki ist im Halbfinale der US Open ausgeschieden.

Caroline Wozniacki ist im Halbfinale der US Open ausgeschieden.

© afp

Sie schien der Krönung in Queens unaufhaltsam entgegenzustürmen, doch vorerst bleibt der Thron im Damen-Tennis für Caroline Wozniacki nur Wunschdenken. Die überraschende 4:6, 3:6- Halbfinalniederlage gegen die Russin Wera Swonarewa verhinderte, dass sich Dänemarks Tennis-Darling zum ersten Mal an die Spitze der Weltrangliste setzte. Der verpassten Chance wollte die topgesetzte Wozniacki nach ihrem Aus in Flushing Meadows aber nicht lange nachtrauern. „Ich werde daraus lernen. Ich war im Semifinale der US Open und werde, wenn ich zurückblicke, stolz auf das sein, was ich erreicht habe“, sagte die 20-Jährige am Freitag in New York.

Mit einem Turniersieg hätte Wozniacki die Amerikanerin Serena Williams von der Spitze des Rankings verdrängt. Doch gegen die nahezu fehlerfrei aufspielende Swonarewa, am Sonnabendabend (Ortszeit) Finalgegnerin der belgischen Vorjahressiegerin Kim Clijsters, waren alle Hoffnungen auf den ersten Grand-Slam-Titel nach nur 85 Minuten beendet. „Mein Aufschlag kam nicht wie gewohnt, irgendwie hat überall ein bisschen was gefehlt“, meinte Wozniacki. „Es war einfach einer dieser Tage und sie war sehr stark.“

Es scheint aber nur eine Frage der Zeit zu sein, wann sich die Blondine in die Phalanx der ganz Großen wird einreihen können. Nach „Big Apple“ war Wozniacki mit der Empfehlung von vier Turniersiegen in diesem Jahr gekommen - und auch bei den US Open sah es lange so aus, als ob sie den Erfolgen von Montreal und New Haven den Coup in New York direkt folgen lassen würde. Gerade einmal 17 Spiele gab sie in den ersten fünf Runden ab, ehe Swonarewa das „Danish Dynamite“ verpuffen ließ.

Auch wenn der erste Triumph auf der Grand-Slam-Bühne weiter auf sich wartenlässt: In ihrer Heimat ist „Wonder-Wozniacki“ auch ohne Krone die Queen schlechthin. Die Dänen fiebern mit ihrem Liebling wie einst die deutschen Nachbarn mit Steffi Graf, die TV-Quoten steigen auf Rekordhöhe, wenn Wozniacki aufschlägt. Die im August erstmals ausgetragenen Danish Open - die Wozniacki natürlich gewann - wurden nur ins Leben gerufen, um dem Hype Folge zu leisten. „Es ist ein großartiges Gefühl, zu wissen, dass eine ganze Nation mitfiebert“, hatte Wozniacki vor Turnierbeginn gesagt. Gelegenheiten dazu wird die 20-Jährige ihren Landsleuten wohl noch häufig verschaffen.

dpa


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