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DTB-Team

Tennis-Pleite in Frankreich

Die erhoffte Aufholjagd der deutschen Tennis-Auswahl fiel ins Wasser: Das DTB-Team liegt in Frankreich schon vor den letzten beiden Einzeln uneinholbar 0:3 zurück. Durch die Doppel-Niederlage von Philipp Kohlschreiber und Christopher Kas am Sonnabend in Toulon steht im September nun erstmals seit 2006 der schwere Gang in die Abstiegsrunde bevor.
Christopher Kas (links) und Philipp Kohlschreiber

Christopher Kas (links) und Philipp Kohlschreiber

© afp

Kohlschreiber und Kas fanden gegen Julien Benneteau und Michael Llodra zu spät ins Match und verloren 1:6, 4:6, 6:1, 5:7. Auch die letzte Begegnung gegen die Franzosen war vor vier Jahren bereits nach dem Doppel entschieden, zumindest gelang aber im selben Jahr der Klassenverbleib. Frankreich empfängt im Viertelfinale Cup-Verteidiger Spanien oder die Schweiz.

„Jeder Franzose hat seinen Heimvorteil genutzt. Für uns war es schwer reinzukommen. Man muss anerkennen, dass die Franzosen sehr gut gespielt haben. Für uns ist es eine harte Nuss, dass wir in die Relegation müssen“, sagte Teamkapitän Patrik Kühnen und bescheinigte seinem Doppel, sich zumindest gut ins Match zurückgekämpft zu haben. „Wir hatten eine große Chance, es zu drehen“, meinte Kühnen. Kohlschreiber befand: „Wir haben o.k. gespielt.“

Wie bei den Einzel-Niederlagen von Kohlschreiber und Benjamin Becker am Freitag musste das deutsche Duo einem Rückstand hinterher laufen. Vor 4000 begeistert mitgehenden, aber äußerst fairen französischen Fans verloren Kohlschreiber und Spezialist Kas in seinem ersten Davis-Cup-Doppel sofort ihre ersten Aufschlagsspiele. Kas leistete sich dabei einen Doppelfehler zum 0:4. „Die Franzosen haben uns überrollt, Llodra war überragend“, meinte Kas.

Erst danach fand die bayerische Kombination besser in die Partie, ließ im restlichen Durchgang aber sieben Breakchancen ungenutzt und verpasste damit die Chance, etwas Selbstvertrauen zu tanken. Zu allem Überfluss gab Kas sofort zu Beginn des zweiten Durchganges wieder seinen Aufschlag ab - das genügte den Gastgebern mit dem einstigen Australian-Open-Sieger Llodra zur 2:0-Satzführung. Gegen den Linkshänder konnten die Deutschen lange nichts ausrichten.

Der 29 Jahre alte Kas war insgesamt dennoch der Stärkere im DTB- Team und schien voller Energie und Glauben an eine Wende. Kohlschreiber wirkte dagegen wie im Einzel gegen Monfils mitunter kraftlos, konnte zu selten seine Rückhand ausspielen und machte viele Volley-Fehler. Bei den Franzosen schien Benneteau verwundbarer und ließ im dritten Satz auch das erste deutsche Break zum 3:1 zu. Kas machte danach sogar das 5:1 gegen Llodra perfekt, und auch der von den Franzosen immer gesuchte Kohlschreiber steigerte sich. Die Entscheidung in der nun ausgeglichenen Partie fiel im vierten Durchgang, als Kas nach 40:15 noch seinen Aufschlag zum 5:7 abgab. Zuvor hatte schon der oft etwas defensiver agierende Kohlschreiber beim Stand von 4:5 einen Matchball abwehren müssen.

dpa


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