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Judo

Schwergewichtler Tölzer besiegt WM-Fluch mit Silber

Gold verpasst, Silber gewonnen: Schwergewichtler Andreas Tölzer hat den deutschen Judokas bei der WM in Japan einen Einstand nach Maß beschert. Am Freitag soll Olympiasieger Ole Bischof nachlegen.
Schwergewichtler Andreas Tölzer hat den deutschen Judokas mit seiner Silbermedaille den erhofften Traumstart bei den WM beschert.

Schwergewichtler Andreas Tölzer hat den deutschen Judokas mit seiner Silbermedaille den erhofften Traumstart bei den WM beschert.

© dpa

Schwergewichtler Andreas Tölzer hat seinen WM-Fluch bezwungen und den deutschen Judokas mit seiner Silbermedaille den erhofften Traumstart bei den Weltmeisterschaften beschert. Der 30 Jahre alte Mönchengladbacher musste sich am Donnerstag in Tokio nur dem französischen Ausnahme-Athleten Teddy Riner geschlagen geben. Für Tölzer war es bei seiner dritten WM-Teilnahme die erste Medaille. Gleich bei drei Welttitelkämpfen hatte der Europameister von 2006 kurzfristig wegen Verletzungen absagen müssen.

Am Freitag hoffen die deutschen Judokas durch Olympiasieger Ole Bischof auf die nächste Medaille.

„Ich weiß, dass ich alle in der Welt schlagen kann“, hatte der in diesem Jahr nach anhaltenden Verletzungssorgen wieder erstarkte Tölzer nach seinem Sieg vor einem Monat beim letzten Härtetest in Hamburg gesagt. Und am ersten WM-Tag in Tokio ließ der 30-Jährige Taten folgen: Souverän gewann er seine vier Vorrundenkämpfe, auch im Halbfinale gegen den Franzosen Matthieu Bataille ließ Tölzer nichts anbrennen und sicherte sich die langersehnte WM-Medaille. Nur im Finale gegen Riner, der mit seinem erneuten Gold den WM-Hattrick nach 2007 und 2009 perfekt machte, zog Tölzer den Kürzeren.

Lange auf Medaillenkurs lag auch Heide Wollert in der Klasse bis 78 Kilogramm. Nach starker Vorrunde verfehlte die Vorjahres-Dritte aus Leipzig am Ende aber als Fünfte eine erneute WM-Plakette. Bitter verlief das WM-Debüt der erst 20 Jahre alten Luise Malzahn: Sie unterlag gleich im ersten Kampf der späteren Siegerin Kayla Harrison (USA). Schon nach der Auftaktrunde mussten auch Dino Pfeiffer und Robert Zimmermann die Segel streichen.

Für eine Enttäuschung sorgte Schwergewichtlerin Franziska Konitz: Nach starkem ersten Kampf, bei dem sie nach nur sechs Sekunden die Kasachin Gulzhan Issanova aus dem Wettbewerb warf, unterlag sie der späteren Zweiten Quian Qin (China).

Für die WM im Judo-Mutterland sind 18 deutsche Athleten nominiert worden. Nach dem starken Auftakt durch Tölzer ruhen die Hoffnungen des Deutschen Judo-Bundes (DJB) am Freitag auf Olympiasieger Bischof. Der 31-Jährige will in der Klasse bis 81 Kilo seine zweite WM- Medaille nach Bronze 2009 unter Dach und Fach bringen.

dpa


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