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US Open

Nadal und Clijsters sind eine Runde weiter

Rafael Nadal und Kim Clijsters sind bei den US Open im Gleichschritt eine Runde weitergekommen. Der Spanier hatte im Achtelfinale leichtes Spiel, für die belgische Titelverteidigerin hingegen war der Halbfinal-Einzug harte Arbeit.
Jubelt über seinen Sieg: Rafael Nadal.

Jubelt über seinen Sieg: Rafael Nadal.

© afp

Die Siegesserien der Superstars hielten, die Gemütslagen hätten bei Rafael Nadal und Kim Clijsters am Dienstagabend (Ortszeit) in New York jedoch unterschiedlicher kaum sein können. Während der Branchenprimus aus Spanien durch eine erfolgreiche „Spätschicht“ gegen Landsmann Feliciano Lopez (6:3, 6:4, 6:4) zum 18. Sieg in Serie bei einem Grand-Slam-Turnier kam und nach verwandeltem Matchball selbst um 1.16 Uhr noch putzmunter wirkte, sah Clijsters beim Verlassen des Centre Courts aus, als hätte sie erstmals seit sieben Jahren wieder verloren.

„Ich habe mich selbst nach dem Match gefragt, wie ich es eigentlich gewonnen habe“, erklärte die Belgierin. Sie wusste genau, dass der 6:4. 5:7, 6:3-Erfolg gegen French Open-Finalistin Samantha Stosur aus Australien schmeichelhaft war. Nadal indes hatte auf seinem Weg zum ersten US Open-Titel im Achtelfinale selbst mit seinem Freund Lopez kein Mitleid. Nachdem der topgesetzte Mallorquiner sich zum Auftakt gegen den Russen Teimuras Gabaschwili noch merklich mühte, nimmt er von Runde zu Runde immer mehr Fahrt auf. Neben dem fünfmaligen Champion Roger Federer ist Nadal als Einziger ohne Satzverlust ins Viertelfinale vorgestoßen.

„Wenn du bei den US Open bis hierhin keinen Satz abgibst, müssen zwei Sachen stimmen: dein Aufschlag und die Konzentration. Beides war bei mir sehr gut“, freute sich der 24-Jährige. Er spiele besser und besser, stellte Nadal zufrieden fest. „Aber ich spiele noch nicht mein bestes Tennis.“ Dennoch ist der Branchenprimus auf der ganz großen Bühne seit seiner Aufgabe wegen Knieproblemen im Viertelfinale der Australien Open am 26. Januar gegen den Schotten Andy Murray unbesiegt. Den Grand-Slam-Titeln in Paris und Wimbledon soll am Sonntag der Coup von Queens folgen.

Nadal wäre der Erste seit dem Australier Rod Laver 1969, der alle drei Top-Turniere nacheinander gewinnt. Doch er weiß, dass im Viertelfinale mit Fernando Verdasco ein gefährlicher Gegner wartet. Die Nummer acht der Setzliste lag im zweiten iberischen Duell des Tages gegen David Ferrer bereits mit 0:2 Sätzen zurück und war selbst im Tiebreak des fünften Durchgangs beim Stand von 1:4 scheinbar geschlagen. Dennoch kam Verdasco nach 4:22 Stunden mit 5:7, 6:7 (8:10), 6:3, 6:3, 7:6 (7:4) weiter und sprach vom größten Sieg seiner Karriere. „Fernando ist ein kompletter Spieler, hat alle Schläge drauf. Ich muss alles geben, um zu gewinnen“, sagte Nadal als Augenzeuge von Verdascos furioser Aufholjagd.

Unglaublich klingt auch die Siegesserie von Kim Clijsters bei den US Open. Am 6. September 2003 unterlag sie im Finale ihrer Landsfrau Justin Henine-Hardenne. Seitdem kehrte Clijsters nur 2005 und 2009 auf die Hartplätze im New Yorker Stadtteil Queens zurück und gewann jeweils. Mit fünf Erfolgen hat sie ihre Serie in den vergangenen Tagen auf 19 ausgebaut. Gegen eine starke Stosur gab Clijsters jedoch nicht nur ihren ersten Satz im Turnierverlauf ab, sondern stand auch mit dem Rücken zur Wand. Nachdem sie dreimal nacheinander ihr Service verlor, lag die Titelverteidigerin im letzten Satz mit 2:3 zurück.

Nach dem Sieg bemerkte sie selbstkritisch: „Ich nächsten Spiel muss alles viel besser werden.“ Dann kommt es gegen Venus Williams zum Duell der beiden zweimaligen US Open-Champions. Williams, die 2000 und 2001 gewann, ist nach dem Achtelfinal-Aus von Sam Querrey gegen Stanislas Wawrinka aus der Schweiz Amerikas letztes Ass für einen ersehnten Titelgewinn beim Heimspiel in „Big Apple“.

dpa


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