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Leichtathletik

Müller nur Achte: Deutscher Fehlstart in die EM

Nach Nadine Kleinert enttäuschte auch Diskuswerferin Nadine Müller: Die deutschen Leichtathleten haben bei den Europameisterschaften in Barcelona einen Fehlstart hingelegt und warten nach zwei Wettkampftagen weiter auf ihre erste Medaille.
Nur der achte Platz für Diskuswerferin Nadine Müller: Die deutschen Leichtathleten haben bei den Europameisterschaften in Barcelona einen Fehlstart hingelegt.

Nur der achte Platz für Diskuswerferin Nadine Müller: Die deutschen Leichtathleten haben bei den Europameisterschaften in Barcelona einen Fehlstart hingelegt.

© dpa

Mitfavoritin Müller (Halle) wurde am Mittwochabend nur Achte, mit schwachen 57,78 Metern blieb sie exakt zehn Meter unter ihrer Weltjahresbestleistung. Siegerin Sandra Perkovic aus Kroatien (64,67) brachte die 38 Jahre alte Rumänin Nicoleta Grasu (63,48) mit ihrem letzten Versuch um den ersten internationalen Titel. Sabine Rumpf (Niederselters) belegte noch vor Müller den siebten Platz (58,89).

„Abhaken, der nächste Wettkampf kommt bestimmt. Ich hatte schwere Beine“, sagte Müller. Das Ziel zweistellige Medaillenzahl ist für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) bei dieser EM aber nur noch schwer zu erreichen, da am Vortag mit Kugelstoßerin Kleinert eine weitere Top-Athletin nur Siebte geworden war.

Geherin Melanie Seeger hatten am Morgen nur elf Sekunden zu Bronze gefehlt. Die 33-jährige belegte Platz vier über 20 Kilometer und war darüber überglücklich. „Das hätte ich mir niemals träumen lassen: 21 Jahre Hochleistungssport - und jetzt hab’ ich endlich das Rennen meines Lebens“, jubelte die Potsdamerin. Noch nie war eine deutsche Geherin bei einer großen Meisterschaft so weit vorn gelandet. Nach 1:29:43 Stunden ging sie nur knapp hinter dem russischen Trio mit der neuen Europameisterin Olga Kaniskina, Anisja Kirdjapkina und Vera Sokolowa ins Ziel. „Ich ärgere mich überhaupt nicht. Vierte hinter drei übermächtigen Russinnen zu werden, das ist für mich fast wie eine Medaille“, sagte die Olympia-Fünfte von 2008.

Als aussichtsreiche Anwärter auf einen Podiumsplatz gelten weiter Hammerwerferin Betty Heidler und die deutschen Stabhochspringerinnen um Silke Spiegelburg. Sie alle erreichten am Mittwoch ihr Finale.

Doch während Heidler dafür nur einen Wurf über 71,85 Meter benötigte, schied die WM-Vierte Kathrin Klaas (beide Frankfurt) in der Qualifikation aus. „Die Enttäuschung ist groß“, sagte die 26-Jährige. „Ich habe nur mit angezogener Handbremse geworfen.“ Ihre Weite (65,82) lag fast neun Meter hinter ihrer Bestleistung. Heidler warf dagegen weiter als Weltrekordlerin Anita Wlodarczyk aus Polen (71,17). „Ich bin sehr gut drauf. Wenn ich das umsetzen kann, stehe ich irgendwo auf dem Treppchen“, meinte die WM-Zweite.

Das bleibt im Stabhochsprung auch das Ziel von Spiegelburg (Leverkusen) und Carolin Hingst (Mainz). Beide übersprangen im Vorkampf 5,40 Meter. Mit Blick auf das Finale sagte Spiegelburg: „Ich hoffe, dass es dort so hoch wie möglich hinausgeht und ich ganz weit vorne mitspringen kann. Ich bin fit, gesund und werde auf jeden Fall volles Risiko gehen.“ Ohne die pausierende Weltrekordlerin Jelena Issinbajewa (Russland) und die verletzte Weltmeisterin Anna Rogowska (Polen) gibt es am Freitag gleich mehrere Favoritinnen. „Das wird ein spannender Wettkampf“, sagte Europas Jahresbeste Hingst. Lisa Ryzih (Zweibrücken) ist dann ebenfalls dabei. Sie erreichte mit einem erfolgreichen Sprung über 4,35 Meter den Endkampf der besten Zwölf.

dpa


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