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Australian Open

Lisicki ist im Achtelfinale von Melbourne

Sabine Lisicki ist Julia Görges ins Achtelfinale von Melbourne gefolgt. Die Berlinerin bekommt es bei den Australian Open nun mit Maria Scharapowa zu tun. Die Russin war „down under“ für Angelique Kerber noch eine Nummer zu groß.
Sabine Lisicki hat das Achtelfinale der Australian Open erreicht.

Sabine Lisicki hat das Achtelfinale der Australian Open erreicht.

© dpa

Melbourne. Sabine Lisicki hat als zweite deutsche Tennisspielerin das Achtelfinale der Australian Open erreicht. Die Berlinerin gewann am Samstag in Melbourne ihr Drittrundenspiel gegen die Russin Swetlana Kusnezowa nach hartem Kampf mit 2:6, 6:4, 6:2 und trifft nun auf Maria Scharapowa. Die Russin hatte zuvor die Kielerin Angelique Kerber mit 6:1, 6:2 besiegt.

Am Freitag war bereits Julia Görges bei der mit rund 21 Millionen Euro dotierten Veranstaltung erstmals in ihrer Karriere bei einem Grand-Slam-Turnier ins Achtelfinale eingezogen. Die 23-Jährige trifft am Sonntag auf die Polin Agnieszka Radwanska. Bei den Herren ist noch Philipp Kohlschreiber dabei. Der Augsburger bekommt es am Sonntag mit dem an Nummer elf gesetzten Juan Martin del Potro aus Argentinien zu tun.

Lisicki erwischte in der Hisense Arena einen katastrophalen Start. Die Berlinerin stand anfangs völlig neben sich und leistete sich viele einfache Fehler. Vor allem der Aufschlag, sonst ihre stärkste Waffe, bereitete der 22-Jährigen große Sorgen. Im ersten Satz konnte Lisicki kein einziges Mal ihr Service halten und gab den Durchgang nach gerade einmal 28 Minuten mit 2:6 ab. „Ich habe ganz schlecht angefangen und nicht viel getroffen“, gestand die Wimbledon-Halbfinalistin des vergangenen Jahres.

Auch im zweiten Abschnitt fand Lisicki zunächst nicht zu ihrem Spiel und kassierte sofort ein weiteres Break. Doch dann biss sich die Nummer 15 der Welt in die Partie. Nachdem sie Kusnezowa den Aufschlag zum 3:3 abgenommen hatte, ballte sie die Faust und feuerte sich mit einem lauten „Come on“-Schrei selbst an. Mit 6:4 entschied sie den Satz für sich und brach damit den Widerstand der Russin.

Im entscheidenden Durchgang bestimmte nun Lisicki das Geschehen und verwandelte nach 1:58 Stunden ihren vierten Matchball. „Ich bin so erleichtert, dass ich weiter bin“, jubelte die deutsche Nummer zwei, die sich nun mit Kerber-Bezwingerin Scharapowa messen darf.

Kerber stand gegen den Australian-Open-Champion von 2008 zunächst völlig auf verlorenem Posten. Die US-Open-Halbfinalistin gab ihr erstes Aufschlagspiel zu Null ab und verlor im Laufe des ersten Satzes noch zwei weitere Male ihr Service. „Ich habe anfangs überhaupt nicht meinen Rhythmus gefunden“, gestand die Kielerin.

Auch im zweiten Durchgang gab die Schleswig-Holsteinerin prompt ihr Service ab und hatte dem druckvollen Spiel von Scharapowa nichts entgegenzusetzen. Die 24-Jährige steckte aber nicht auf und schaffte mit dem sechsten Breakball unter dem großen Jubel des Publikums das Re-Break zum 1:2. „Anfang des zweiten Satzes war ich dran. Da haben zwei, drei Punkte über den weiteren Verlauf entschieden“, meinte Kerber.

Gut 20 Minuten agierte sie auf Augenhöhe mit der Russin. Doch dann unterliefen ihr einige leichte Fehler, während Scharapowa gerade in den entscheidenden Momenten ihr bestes Tennis spielte. Die Begegnung kippte daher wieder zu Scharapowas Gunsten. Nach 1:27 Stunden verwandelte die Nummer vier der Welt ihren ersten Matchball. „Sie hat im zweiten Satz deutlich stärker gespielt. Das Spiel war da knapper, als es das Ergebnis aussagt“, gestand Scharapowa.

dpa


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