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Keine Beförderung

Dirk Lange wird nicht Schwimm-Cheftrainer

Das lange Warten auf die Beförderung war umsonst: Der Bundestrainer Dirk Lange wird nicht, wie erhofft, Cheftrainer im Deutschen Schwimm-Verband. Damit bleibt Leistungssport-Direktor Lutz Buschkow der starke Mann. Beide müssen nun bis Olympia 2012 zusammenarbeiten - geht das gut?
Dirk Lange (links).

Dirk Lange (links).

© dpa

Der Machtkampf im Deutschen Schwimm-Verband (DSV) ist entschieden: Dirk Lange wird nicht Cheftrainer der Schwimmer. Das entschied der DSV bei einer Präsidiumssitzung. „Wir haben einstimmig beschlossen, das Personalkonzept mit dem Kompetenzteam beizubehalten“, sagte der Direktor Leistungssport, Lutz Buschkow, am Sonnabend. Lange, der seit seinem Amtsantritt im November 2008 auf die Beförderung gepocht hatte, war vom DSV noch nicht über die Entscheidung informiert worden. Sein Vertrag läuft bis Ende 2012.

„Ich sehe das nicht als Abqualifizierung meiner Leistung“, sagte Lange der dpa. Man müsse sehen, wie nun seine Fachkompetenz am besten genutzt werden könne. „Wichtig ist, dass es klare Kompetenzen und Richtlinien gibt, ansonsten werden wir es 2012 sehr schwer haben“, sagte Lange, der weiterhin für das Perspektivteam der Olympischen Spiele 2012 zuständig sein wird.

Von seiner erwünschten Beförderung zum Cheftrainer hatte er sich mehr Kompetenzen erhofft. Nun bleibt Lange einer von vier Bundestrainern in dem von Buschkow favorisierten Kompetenzteam, zu dem auch die Leiter der sechs Bundesstützpunkte gehören. Damit setzte sich Buschkow mit seinem Wunsch nach „flachen Hierarchien“ durch.

Das Verhältnis zwischen Lange und Buschkow gilt als belastet, weil beide seit fast zwei Jahren um Macht und Einfluss ringen. Bei der Europameisterschaft in Budapest im August sah sich Lange sogar genötigt, öffentlich eine „Eiszeit“ zwischen den beiden starken Männern im Schwimm-Verband zu dementieren.

Der ehemalige südafrikanische Cheftrainer hatte im vergangenen Jahr des öfteren mit Angeboten ausländischer Verbände kokettiert, sich aber in den vergangenen Monaten diesbezüglich zurückgehalten. „Ich erfülle meinen Vertrag weiter“, sagte er nun und auch Buschkow geht davon aus, „dass Verträge eingehalten werden“.

Bei der EM erfüllte die Schwimm-Sparte das von Buschkow trotz einiger Absagen vorgebene hohe Ziel von elf Medaillen nicht. Mit zehnmal Edelmetall blieben die Beckenschwimmer in Relation hinter den von Buschkow als Cheftrainer weiter betreuten Wasserspringern, die mit fünf Gold- und drei Silbermedaillen ihre erfolgreichste EM überhaupt feierten.

dpa


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