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Sieger aus „Down Under"

Cadel Evans gewinnt die Tour de France

Cadel Evans hat als erster Australier die Tour de France gewonnen. Zweiter wurde der Luxemburger Radprofi Andy Schleck vor seinem Bruder Frank Schleck. Den Sieg auf der letzten Etappe von Creteil nach Paris sicherte sich am Sonntag im Massensprint auf den Pariser Champs-Élysées der Brite Mark Cavendish.
Cadel Evans trug auf dem letzten Teilstück das Gelbe Trikot bis nach Paris.

Cadel Evans trug auf dem letzten Teilstück das Gelbe Trikot nach Paris.

© dpa

Cadel Evans hat als erster Australier die Tour de France gewonnen. Der 34 Jahre alte Radprofi feierte am Sonntag den größten Erfolg seiner Karriere, als er in Paris das begehrte Gelbe Trikot verliehen bekam. Der Kapitän des Teams BMC verwies nach 21 Etappen in der Gesamtwertung der 98. Frankreich-Rundfahrt die Brüder Andy und Frank Schleck auf die Plätze zwei und drei. Noch nie hatten in der 108-jährigen Geschichte der Tour zwei Geschwister gemeinsam auf dem Siegerpodest gestanden. Andy Schleck wurde nach den zweiten Plätzen 2009 und 2010, als er jeweils dem diesmal gescheiterten Alberto Contador unterlag, zum dritten Mal in Folge knapp geschlagen.

Die letzte Etappe, für die Klassementfahrer traditionell ein Schaulaufen ohne Attacken, gewann Ausnahme-Sprinter Mark Cavendish, der seinen fünfte Tagessieg in diesem Jahr und den insgesamt 20. Etappenerfolg seiner Karriere feierte. Der Fahrer von der Isle of Man verteidigte damit auch sein Grünes Trikot. Cavendish, HTC-Teamkollege des am Samstag im Zeitfahren erfolgreichen Tony Martin, gewann zum ersten Mal die Punktewertung. Auf den Champs Élysées besiegte er den Norweger Edvald Boasson Hagen und André Greipel aus Rostock. D

Die in diesem Jahr kürzeste Etappe über 95 Kilometer, vor der die Fahrer in einer Schweigeminute der Opfer der Anschläge in Norwegen gedacht hatten, brachte keine Veränderung in den anderen Wertungen. Das gepunktete Trikot des besten Kletterers gewann der spanische Olympiasieger Samuel Sanchez. Bester Jungprofi und damit Gewinner des Weißen Jerseys wurde Pierre Rolland aus Frankreich, der in L'Alpe d'Huez am Freitag den einzigen Heimsieg in diesem Jahr gefeiert hatte.

dpa


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