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Rückspiel gegen Sampdoria Genua

Werder Bremen in der Champions League

Trotz der 3:2-Niederlage im Qualifikations-Rückspiel gegen Sampdoria Genua am Dienstag kann Werder Bremen wegen des 3:1 im Hinspiel wieder in der Champions League mitmischen.
Daniele Gastaldello (l.) und Sebastian Prödl im Kopfballduell.

Daniele Gastaldello (l.) und Sebastian Prödl im Kopfballduell.

© dpa

Dank einer Notlösung und des Torjägers vom Dienst darf Werder Bremen im Millionen-Spiel Champions League wieder mitmischen. Erst rettete ausgerechnet Streichkandidat Markus Rosenberg den Fußball-Bundesligisten im 15-Millionen-Euro-Playoff bei Sampdoria Genua in die Verlängerung, dann erzielte Claudio Pizarro den entscheidenden Treffer zum 2:3 und machte damit am Dienstag die nach einem 0:3-Rückstand kaum noch für möglich gehaltene Rückkehr in die „Königsklasse“ perfekt. Trotz der Niederlage im Qualifikations-Rückspiel in Genua durften die ersatzgeschwächten Hanseaten wegen des 3:1 im Hinspiel sechs Tage zuvor jubeln.

Dabei hatte es für den Bundesliga-Dritten der Vorsaison lange schlecht ausgesehen. Sampdoria sah bereits wie der sichere Sieger aus. Ein Doppelschlag von Giampaolo Pazzini in der achten und 13. Minute hatte die Bremer schon früh geschockt. Als Antonio Cassano auch noch das 3:0 fünf Minuten vor dem Ende erzielte, schien das Werder-Schicksal besiegelt. Doch die lange schwachen Bremer wurden spät belohnt: Der eingewechselte Rosenberg, der auf Werders Verkaufsliste steht, traf in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 1:3, Pizarro schoss in der 100. Minute die Grün-Weißen ins Glück.

Vor 36.000 Zuschauern knüpfte das Team von Trainer Thomas Schaaf zunächst nahtlos an die erschreckende Leistung aus dem 1:4 zum Bundesliga-Start bei 1899 Hoffenheim an. Desorganisiert in der Defensive, ohne Inspiration in der Offensive - die Hanseaten konnten anders als im Hinspiel zu keinem Moment ihre Champions-League- Tauglichkeit nachweisen. Der Langzeitverletzte Naldo in der Deckung und Hugo Almeida (Oberschenkelzerrung) im Angriff sowie Özil- Nachfolger Aaron Hunt (Grippe) im Mittelfeld waren nicht zu ersetzen.

Auch die überraschende Maßnahme von Schaaf, U 21-Europameister Sandro Wagner statt den 6,5 Millionen-Mann Marko Arnautovic in die Sturmspitze zu schicken, zahlte sich nicht aus. Genua machte von Beginn an Dampf. Beim ersten Treffer durch Pazzini sahen Clemens Fritz, Petri Pasanen und auch Torwart Tim Wiese alt aus. Beim zweiten Tor schaute Fritz passiv zu, wie Pazzini den Ball ins Tor drosch.

Nach den Gegentreffern agierte Werder zu hektisch, ohne Konzept. Klare Chancen? Fehlanzeige. So gerieten die Gastgeber nie in Gefahr. Im Gegenteil: Fritz musste nach einem Pazzini-Kopfball (40.) auf der Linie klären, vier Minuten später rettete Wiese gegen Cassano.

Auch nach der Pause war vom berüchtigten Werder-Wirbel nichts zu sehen. Bemühen - ja, Effektivität - nein. Schaaf reagierte, brachte Marko Arnautovic für Borowski. Doch auch der Hochbegabte aus Österreich hatte keine zündende Idee. Später musste Schaaf den am Kopf verletzten Wagner gegen Markus Rosenberg auswechseln. Das erwies sich später als Glücksfall. Die Bremer erspielten sich eine optische Überlegenheit, mehr aber nicht. Nach dem 3:0 durch Cassano schien Genua durch zu sein. Doch Rosenberg brachte sein Team wieder zurück ins Spiel. Pizarro beendete alle Zweifel.

dpa


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