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Champions League Qualifikation

Für Werder Bremen geht es heute um 15 Millionen

Am Mittwochabend spielt Werder Bremen in Genua um die Qualifikation zur Champions League, die 15 Millionen Euro bringen würde. Nach dem 1:4 gegen Hoffenheim und durch den Ausfall von Aaron Hunt wird es trotz des 3:1-Hinsiels nicht einfach.
Angespannte Stimmung vor dem entscheidenden Spiel in Bremen.

Angespannte Stimmung vor dem entscheidenden Spiel in Bremen.

© dpa

15 Millionen statt ein paar hunderttausend Euro! Madrid, Mailand und Manchester statt Mogiljow und Motherwell! Vor dem Rückspiel in Genua beginnt bei Werder Bremen das große Zittern, denn nach dem 1:4-Debakel beim Ligastart gab es weitere Schreckensmeldungen: Aaron Hunt und Hugo Almeida sind an diesem Dienstag (20.45/Sat.1 und Sky) bei Sampdoria nach Naldo die Ausfälle Nummer zwei und drei. „Das sind herbe Verluste“, sagte Clubchef Klaus Allofs vor dem Rückspiel der Champions-League-Qualifikation. Und Trainer Thomas Schaaf kommentierte: „Das tut uns weh.“

Vergeblich warteten die Kollegen am Montagmorgen am Bremer Flughafen auf Hunt. Der neue Regisseur nach dem Verkauf von Mesut Özil fehlte wegen eines Infektes beim Sonderflug WDL 210 ebenso wie der verletzte Angreifer Almeida. „In der Form des Hinspiels ist er schwer zu ersetzen“, sagte Allofs mit Verweis auf den 3:1-Sieg am vergangenen Mittwoch. Er sagte aber auch: „Wir müssen uns nicht in die Hosen machen.

Die Zitterpartie in Genua wird für Trainer Schaaf zum Personal- Puzzle und erfordert möglicherweise taktische Umstellungen. Chancen dürfen sich vor allem der bisher auf der Bank sitzende Nationalspieler Marko Marin und der teure Neueinkauf Marko Arnautovic machen. In der Defensive ist Sebastian Prödl für den langzeitverletzten Naldo gesetzt.

„Er fehlt mit seinen Aktionen, die ein Spiel leiten können“, sagte Schaaf über Hunt. Da er nun keinen klassischen Spielmacher mehr im Kader hat, könnte der Coach die Werder-Raute aufgeben und mit zwei „Sechsern“ spielen. „Wir müssen darüber nachdenken“, sagte Schaaf zur Frage nach taktischen Änderungen.

Zwei defensive Mittelfeldspieler könnten ohnehin die Antwort auf das Debakel beim Bundesliga-Start in Hoffenheim sein. „Wir müssen erheblich besser spielen“, mahnte der Coach. Er bestritt indes, dass sein Team wie eine launische Diva auftrete. „Wir sind weder launisch noch eine Diva“, sagte Schaaf.

„Wir müssen uns zusammenreißen“, forderte Marin, der vor seinem Saisondebüt in der Startelf steht. Der bisher vornehmlich auf der Bank sitzende Dribbelkünstler verbreitete vor der Partie beim Vierten der italienischen Liga Optimismus. „Wir sind immer für ein Tor gut“, sagte der Nationalspieler: „Wir müssen unser Spiel spielen.“

Dass das Hoffenheim-Spiel Nachwirkungen hat, fürchten die Bremer nicht. „Die Bundesliga ist eine Sache, die Champions League eine andere“, sagte Claudio Pizarro bei der der Pressekonferenz am Montagabend im Stadion. „Ich glaube nicht, dass wir so viele Tore kriegen.“ Schaaf pflichtete dem Stürmer bei: „Ich mach’ mir weniger Sorgen wegen der Partie in Hoffenheim.“ Durch das späte Gegentor im Hinspiel hat Werder indes eine komfortablere Ausgangsposition verpasst. Schon bei einem 2:0 der Genuesen wäre Werder ausgeschieden und dürfte nur in der finanziell und sportlich deutlich weniger attraktiven Europa League spielen.

dpa


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