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Bis 2014

Diego unterschreibt Vertrag beim VfL Wolfsburg

Diego wechselt von Juventus Turin zum VfL Wolfsburg - am Freitag unterschrieb der Fußball-Profi einen Vierjahresvertrag und präsentierte sein neues Trikot mit der Nummer 28.
Jetzt bei Wolfsburg: Diego. Bei der Vorstellung mit dabei sind Trainer Steve McClaren (l.) und Manager Dieter Hoeneß (r.).

Jetzt bei Wolfsburg: Diego. Bei der Vorstellung mit dabei sind Trainer Steve McClaren (l.) und Manager Dieter Hoeneß (r.).

© dpa

Mit einem breiten Lächeln hielt Diego sein neues Trikot mit der Nummer 28 in das Blitzlichtgewitter der Kameras. „Ich bin froh, wieder in der Bundesliga zu sein. Danke schön“, begrüßte der Rückkehrer im gut verständlichen Deutsch die Medienvertreter bei seiner Vorstellung am Freitag im Stadion des VfL Wolfsburg. Nach einem zähen Poker mit Juventus Turin hatte VfL-Manager Dieter Hoeneß den Transfer mit einer Ablösesumme von rund 15 Millionen Euro zuvor endgültig in trockene Tücher gebracht und den brasilianischen Ballzauberer mit einem Vierjahresvertrag bis 2014 ausgestattet.

„Ich mag große Projekte und Hoeneß plant ein großes Projekt. Ich bin ambitioniert und spiele gerne für eine ambitionierte Mannschaft. Meine Rückkehr ist ein Zeichen. Ich hoffe, dass ich wieder viel Freude in der Bundesliga verbreiten kann“, erläuterte der 25-jährige Mittelfeldspieler seine Beweggründe, den italienischen Rekordmeister nach nur einem Jahr wieder zu verlassen und beim deutschen Meister von 2009 einen Neuanfang zu wagen. „Ich habe gespürt, dass er unbedingt in die Bundesliga zurück will“, sagte Hoeneß.

Der VfL-Manager und Trainer Steve McClaren bezeichneten den Transfercoup als Bereicherung für die komplette Liga. „Wir haben um Diego gekämpft. Es ist ein Coming-Home“, sagte Hoeneß. „Diego ist gut für Wolfsburg, für die Fans und für die Bundesliga. Er ist fit und hat bei Juve eine gute Vorbereitung gemacht. Wir werden sehen“, urteilte McClaren über die Chancen, dass der Ex-Bremer bereits an diesem Samstag im Heimspiel gegen Mainz 05 erstmals das VfL-Trikot tragen wird. Voraussetzung ist zudem, dass die Freigabe des italienischen Verbandes rechtzeitig eintrifft.

Der teuerste Zugang in der diesjährigen Sommer-Transferperiode brennt auf seinen Einsatz. „Ich fühle mich sehr gut, zumal ich schon fünf oder sechs Spiele hinter mir habe“, sagte Diego. Der Ex-Bremer, der die Hanseaten vor einem Jahr für rund 25 Millionen Euro in Richtung Turin verlassen hatte, spielt mit dem VfL in dieser Saison nicht international. „Damit habe ich kein Problem. Dieses Jahr wird das Jahr der Siege in Wolfsburg werden“, versprach Diego. Die sportärztliche Untersuchung absolvierte er ohne Probleme.

Der VfL Wolfsburg ist nach dem FC Santos, FC Porto, Werder Bremen und Juventus Turin Diegos fünfte Station im Profi-Fußball. In seiner erfolgreichen Werder-Zeit absolvierte er 84 Bundesliga-Spiele und erzielte dabei 38 Tore. Darunter war auch das „Tor des Jahres 2007“, ein spektakulärer Fernschuss aus mehr als 60 Metern. Bei Juve konnte er die ganz großen Erwartungen aber nicht erfüllen und verpasste die WM-Teilnahme in Südafrika.

„An erster Stelle steht Wolfsburg, erst dann kommt die Seleção“, sagte Diego zu den Chancen für eine Rückkehr in das brasilianische Nationalteam. Durch seinen Wechsel steht der bisherige VfL- Spielmacher Zvjezdan Misimovic vor dem Absprung. „Es könnte sein, muss aber nicht. An einen Bundesligaclub wird er aber nicht verkauft“, erklärte Hoeneß. Erster Interessent dürfte Galatasaray Istanbul sein. Bleibt Misimovic in Wolfsburg, hätte zumindest Trainer McClaren damit kein Problem: „Dann haben wir einen Konkurrenzkampf. Das liebe ich.“

dpa


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