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Fußball-Kreisliga

Der Prügel folgen gegenseitige Schuldzuweisungen

Fußball-Kreisliga: Nach dem Abbruch des Spiels TSV Krähenwinkel/Kaltenweide II gegen Wacker Neustadt am Sonnabend wegen einer Prügelei herrscht auf beiden Seiten Gesprächsbedarf.

So richtig verarbeitet haben sie das Geschehene noch nicht. Weder Andreas Pawlow, der Trainer des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide II, noch sein Kollege Thomas Skrzipczyk von Wacker Neustadt. Dafür war das, was am Sonnabend im Spiel der Kreisliga Hannover-Land, Staffel 2, zum Spielabbruch führte, viel zu emotional. Erst der Einsatz von acht Polizeibeamten beendete die Schlägerei, an der sich zwischen acht und zehn Spieler beteiligten. Und die Aufarbeitung der Tumulte, nach denen ein Krähenwinkler mit dem Krankenwagen abtransportiert werden musste und eine Strafanzeige erstattet worden sein soll, wird wohl auch noch eine Weile dauern.

Auslöser der Schlägerei war das Foul eines TSV-Spielers beim Stand von 2:1 für Neustadt kurz vor Schluss. „Das war sicher ein Foul der härteren Sorte“, gab Pawlow zu. Wacker-Trainer Skrzipczyk sprach gar von einem „brutalen Foul, bei dem eine Verletzung unseres Spielers in Kauf genommen wurde“. Die Attacke von hinten in die Beine des mit dem Ball an der Eckfahne stehenden Neustädters war zumindest so hart, dass der Bruder des Gefoulten den Übeltäter zur Rede stellte. Was dann passierte, dazu haben beide Seiten unterschiedliche Versionen.

Während die Neustädter beteuern, der Krähenwinkler habe zuerst die Hand gehoben und bei seinem Gegenspieler die frische Wunde einer Weisheitszahn-Operation getroffen, sehen die Gastgeber das etwas anders. „Wir waren sicherlich nicht ganz unschuldig an der Situation, aber die Schlägerei ist ganz klar von Neustadt ausgegangen“, sagt Pawlow. Gleich fünf oder sechs Wacker-Spieler seien über seinen Spieler hergefallen und hätten ihn noch traktiert, als er am Boden lag. Der Krähenwinkler erlitt dabei Prellungen im Gesicht und eine Platzwunde, hat das Krankenhaus aber inzwischen verlassen.

Pawlow will sich am Donnerstag mit der Mannschaft zusammensetzen, um das Geschehene aufzuarbeiten. Und auch bei Wacker herrscht Gesprächsbedarf. „Ich werde eine klare Ansage machen: Wenn noch einmal ein Spieler jemanden anfasst, geht entweder er oder ich“, sagte Skrzipczyk, der sich auch eine gemeinsame Aktion mit dem TSV vorstellen kann. Unabhängig davon werden sich aber noch das Sportgericht und wohl auch das Zivilgericht mit dem Fall beschäftigen.

[Björn Franz]

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