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Europa League

Ballack darf sich Leverkusen eine Auszeit nehmen

Michael Ballack darf sich eine kleine Auszeit nehmen: Sein Leverkusener Vereinstrainer Jupp Heynckes schont den prominenten Rückkehrer im Playoff-Spiel für die Europa League. Das 3:0 aus der ersten Partie wiegt Bayer in Sicherheit.
Michael Ballack beim 2:0-Sieg gegen Dortmund.

Michael Ballack beim 2:0-Sieg gegen Dortmund.

© dpa

Der prominenteste vorgesehene Passagier des Flugs HHI8810 von Köln/Bonn nach Simferopol war gar nicht mit an Bord. Bayer Leverkusens Trainer Jupp Heynckes verzichtet im Playoff-Rückspiel zur Europa League am Donnerstag (20.00 Uhr) beim ukrainischen Cupsieger Tawrija Simferopol auf Michael Ballack. Nach dem 3:0 in Leverkusen und dem 45-minütigen Pflichtspieldebüt Ballacks geht Heynckes das kleine Wagnis ein und schont den Rückkehrer für vermeintlich wichtigere Aufgaben.
„Es tut ihm gut, wenn er regeneriert“, begründete Heynckes seine Maßnahme. Ballack, der gegen Simferopol in der Nachspielzeit per Foulelfmeter auf Anhieb wieder als Torschütze erfolgreich war, soll absolut fit sein für das Bundesligaduell gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag. „Und noch besser in Form als in Dortmund“, ergänzte der Bayer-Chefcoach.

Dass Ballack in Leverkusen bleibt und drei Tage an seiner Fitness arbeiten soll, überrascht dennoch. „Ich brauche Spiele, Spiele, Spiele“ - mit dieser Formulierung hatte er nach dem 2:0 seiner Mannschaft in Dortmund noch intensiv darauf verwiesen, dass ihm vorrangig die Praxis helfen wird, schnellstmöglich wieder bei 100 Prozent Leistungsfähigkeit zu sein. „Mit Spielpraxis wird er seine Normalform schnell wiederfinden“, hatte Heynckes im Anschluss an das Auftakt-Westderby noch geäußert.

Der Bayer-Trainer ließ nach dem perfekten Saisonstart mit Siegen im DFB-Pokal bei den Amateuren aus Pirmasens (11:1), in der Europa League und in der Bundesliga bei Borussia Dortmund (2:0) Abwehrchef Sami Hyypiä und Nationalstürmer Stefan Kießling ebenfalls zu Hause. Auf Patrick Helmes (Muskelfaserriss) und Kapitän Simon Rolfes (Aufbautraining) musste Heynckes ohnehin verzichten.

Lars Bender, der im Hinspiel gegen Simferopol vor Ballacks Einwechslung dessen Rolle im defensiven Mittelfeld innehatte, warnte trotz des Drei-Tore-Vorsprungs vor Überheblichkeit: „Die wollen Gas geben und ein frühes Tor erzielen, um ihre Minimalchance zu wahren.“ Tranquillo Barnetta nannte ein simples Rezept, um den Einzug in die Gruppenphase, die am Freitag ausgelost wird, perfekt zu machen: „Einen Treffer erzielen - das wäre beruhigend.“

Wie Leverkusen feierte auch Simferopol am Sonntag eine gelungene Generalprobe. Das Team von Trainer Sergej Putschkow gewann in der ukrainischen Liga gegen den Tabellenletzten Metalurg Saporoschje mit 2:0 und schob sich dank der Tore von Denis Golaydo und Ruslan Platon an die sechste Position vor.

dpa


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