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Olympia 2016
Knipphals denkt schon an Berlin 2018

Olympia - Leichtathletik Knipphals denkt schon an Berlin 2018

Rio de Janeiro. Ja, „ein bisschen bunter“ sei die Welt am Tag danach schon, gab Sven Knipphals gestern Vormittag zu. Die Enttäuschung über das Vorrunden-Aus der deutschen 4x100-Meter-Staffel bei den Olympischen Spielen sei zwar immer noch groß – „allerdings geht der Blick auch wieder nach vorn“, so der Top-Leichtathlet des VfL Wolfsburg.

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Gruppenbild der Enttäuschten: Knipphals (2. v. l.) mit den Staffelkollegen Reus, Hering und Jakubczyk (v. l.).

Quelle: dpa

Man müsse davon ausgehen, dass sich das Erlebnis Olympia für den 31-Jährigen nicht wiederholt, aber: „Das große Ziel ist jetzt auf jeden Fall die EM in Berlin 2018!“

Am Abend nach dem Lauf analysierte Knipphals mit seinem Zimmerkollegen Julian Reus nochmal das Rennen. „Ich glaube, ich habe den Lauf jetzt 40 Mal gesehen, ehe wir um halb 12 dann eingepennt sind...“ Die Gedanken waren dabei aber schon Richtung Zukunft gerichtet – und die hat einige Fragezeichen. Durch das Vorlauf-Aus fliegt Knipphals jetzt aus der A-Kader-Förderung des Verbandes, Sponsorenverträge laufen aus. Die Frage, wie lange er noch weitermacht, hat darum wenig mit seinem Alter zu tun. „Körperlich würde es auch noch vier Jahre weiter gehen“, ist er sich sicher, „aber irgendwann müssen das Berufliche und das Private auch wieder in den Vordergrund rücken. Wenn man nie daheim ist, freut sich die Freundin auch nicht immer...“

Am Montag geht‘s zurück nach Deutschland, dann steht „erstmal sechs Wochen lang nichts“ an – bis auf einen Heimatbesuch in Wolfsburg, beim Marathon am 4. September startet Knipphals den Bambini-Lauf. Und dann? „Dann geht‘s wieder los“, sagt er kämpferisch. „Ich hatte keine gute Saison, sehe immer noch Potenzial, würde gern auch mal wieder schmerzfrei laufen und auch wieder die 200 Meter angehen.“

von Andreas Pahlmann

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