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Olympia 2016
BVG-Coach Niesner blickt mit Stolz und Wehmut nach Rio

Olympia: Badminton BVG-Coach Niesner blickt mit Stolz und Wehmut nach Rio

Rio de Janeiro. Was haben der Brite Rajiv Ouseph, der Este Raul Must und der Sri Lanker Niluka Karunaratne gemeinsam? Alle drei waren beim olympischen Badminton-Turnier in Rio am Start – und alle haben eine Gifhorner Vergangenheit. Sie waren früher jeweils die Nummer 1 beim heimischen BVG, der am 25. September in die Zweitliga-Saison startet.

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Drei Olympia-Fahrer, drei ehemalige BVG-Spieler: Der Engländer Rajiv Ouseph (gr. Bild), der Este Raul Must (l. kl. Bild) und der Sri Lanker Niluka Karunaratne (r. kl. Bild) trugen alle schon einmal das Gifhorner Shirt.

„Das macht uns schon stolz“, sagt BVG-Trainer Hans Werner Niesner, der das Trio ein Stück seines Erfolgsweges begleitet hat. 2008 standen Ouseph und Must sogar gemeinsam im Gifhorner Erstliga-Kader, Karunaratne feierte mit dem BVG später die Rückkehr in die 2. Liga. Den Sri Lanker, der 2012 bei den Spielen von London sogar Fahnenträger war, konnte der BVG nun auch nicht halten.

Olympischer Glanz wird Gifhorn diesmal also nicht durch die Saison begleiten. „Dazu fehlen uns die finanziellen Mittel“, sagt Niesner, der deshalb auch mit Wehmut nach Rio blickt, wo sich mit Ouseph gestern das letzte ehemalige BVG-Ass immerhin erst im Viertelfinale aus dem olympischen Turnier verabschiedet hat.

„Von unseren drei Ex-Gifhornern ist Rajiv der kompletteste Spieler. Er wird in England zu Recht gefeiert“, sagt Niesner, auf den nach dem Blick nach Rio nun mit dem BVG der knallharte Abstiegskampf in der 2. Bundesliga wartet.

Denn am Wochenende wurde bestätigt, was im Raum stand – es gibt trotz Ligaaufstockung doch einen Absteiger. Für Gifhorn, das mit dem jüngsten Team seiner Klubgeschichte startet, ein hartes Los. Zumal die Neuzugänge – der Österreicher Vilson Vattanirappel sowie die Estinnen Kristin Kuba und Helina Rütel – nicht immer zur Verfügung werden stehen können. „Auch hier müssen wir sehen, was finanziell geht“, sagt Niesner. Doch irgendwie muss Gifhorn mindestens ein Team in der Tabelle hinter sich lassen.

Denn auch wenn kein Olympia-Teilnehmer mehr im Kader steht, soll zumindest das olympische Motto auch für die darauffolgende Zweitliga-Saison gelten: Dabeisein ist alles.

von Maik Schulze

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