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DTM-Piloten gespannt vor Rennen am Lausitzring

Motorsport DTM-Piloten gespannt vor Rennen am Lausitzring

Neue Reifen, stärkere Motoren, mehr Fannähe: Die DTM-Piloten blicken voller Vorfreude auf die zweite Saisonstation am Lausitzring. Wie setzen die Piloten die neuen Regeln im Rennen um?

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"Er war der perfekte Fußballer"

Lucas Auer (BMW) führt das DTM-Feld an.

Quelle: dpa

Klettwitz. Bei einem sind sich die Fahrer einig: Wenn von Freitag an das Deutsche Tourenwagen-Masters am Lausitzring aufschlägt, wird es richtig spannend. Es ist das zweite Rennwochenende nach dem Auftakt am Hockenheimring vor zwei Wochen. „Aber dort hatten wir alle viel Zeit zum Testen und Fahren“, sagt DTM-Pilot Mike Rockenfeller (Audi). Natürlich kenne man den Lausitzring, aber „mit den neuen Autos und Reifen ist das für uns alle Neuland“.

Unter ihrem neuen Chef Gerhard Berger hat die DTM zur neuen Saison eine Regelreform vollzogen. Veränderte Reifen und stärkere Motoren, Funkverbot während der Rennen, weniger Personal bei Boxenstopps, ein Ende der Teamorder, mehr Nähe zu den Fans. Vor allem Reifen und Motoren sind dabei für die Fahrer eine Umstellung. „Das ist der größte Faktor“, sagt etwa Marco Wittmann (BMW). „Mit den neuen Reifen muss man viel mehr haushalten.“ Auch Mercedes-Pilot Lucas Auer, der DTM-Führende, betont: „Der Lausitzring wird für uns alle ein neuer Maßstab sein.“ Nach seinem Auftaktsieg geht er davon aus, „dass die anderen kontern werden“.

Auer ist der Neffe von DTM-Chef Berger

Die Jagd auf den Mercedes-Piloten ist eröffnet. Und sie könnte so spannend werden wie lange nicht. Vor dem Saisonstart war ein Favorit unter den in diesem Jahr nur 18 Fahrern der drei Hersteller nur schwer auszumachen – die Fahrer setzten allerdings auf den Briten Garry Paffett. „Letztes Jahr gab es zehn verschiedene Sieger, dieses Jahr ist das Fahrerfeld noch stärker“, hatte Titelverteidiger Wittmann schon geahnt. In Hockenheim standen in den beiden ersten Rennen sechs unterschiedliche Fahrer auf den ersten drei Plätzen.

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Am Sonnabend fährt Lucas Auer den ersten Saisonsieg im ersten Rennen ein. Am Sonntag fährt Jamie Green im Audi auf den ersten Platz. Es waren spektakuläre Rennen zum Saisonauftakt. Die Bilder dazu.

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Das Besondere an Auftaktsieger Auer: Er ist der Neffe von DTM-Chef Berger. „Wir haben uns am Wochenende aber nur einmal kurz gesehen“, erzählt der Österreicher, der sich schon jetzt gegen Formel-1-Wechselgerüchte wehren muss. „Aber einmal bei der Startaufstellung, da musste ich schon schmunzeln.“ Und dann habe ihm sein Onkel nach dem zweiten Qualifying noch gefragt, „ob mein rechter Fuß eingeschlafen sei“, sagt Auer und lacht ob der Spitze. Sein Konter an Onkel Berger: „Er soll sich mal lieber um die Rennorganisation kümmern.“

Gute Erinnerungen an den Lausitzring

Auf die Lausitz freuen sich die Fahrer trotz der Unsicherheit und Gespanntheit ob der neuen Regeln. Vor allem Auer hat gute Erinnerungen an den 3,478-Kilometer-Rundkurs. „Da habe ich meinen ersten DTM-Sieg gefeiert“, sagt er. „Das war großartig. Das ist ein richtiges Motorsportfestival. Da freue ich mich richtig drauf.“

Auch BMW-Fahrer Marco Wittmann hat gute Erinnerungen an die östlichste Rennstrecke des Landes. „2014 habe ich hier meinen Titel gefeiert, diese Geschichte bleibt für immer.“ Trotzdem sei es für ihn, beziehungsweise seinen Wagen, nicht die beste Strecke. „BMW tut sich dort immer ein bisschen schwer.“

Die Rennsportfans können sich ab Freitag (das erste freie Training der DTM ist um 17 Uhr, bereits um 10.15 Uhr sind die Piloten der ADAC Formel 4 erstmals auf der Strecke) auf eine Neuerung freuen. Zu bestimmten Zeiten gibt es wie gewohnt beim Pitwalk Zugang zur Boxengasse, die Fans können die Fahrer mit Fragen löchern, zudem können Boxenstopps beobachtet werden. „Die Fans schauen den Mechanikern direkt über die Schulter“, sagt Wittmann. „Da wurde viel getan, um die DTM attraktiver zu machen.“ Das Motorsportevent will sich noch mehr öffnen, näher ran an die Zuschauer, mit Fanterrasse und Fandorf.

DTM-Fahrer zum Anfassen

Die Fahrer freuen sich über mehr Nähe zu den Fans. „Man merkt, wie interessiert die sind. Die wollen Sport zum Anfassen“, sagt Audi-Fahrer Rockenfeller.

Man hört den Piloten an, dass sie sich über die Neuerungen freuen, darüber, dass endlich etwas passiert und mit Berger ein neuer Mann mit Ideen an der Spitze steht – auch wenn dies für die Fahrer auf der Strecke zu neuen Herausforderungen führt. Aber umso spannender ist es für die Zuschauer, gerade am Lausitzring. Rockenfeller, der hier 2013 den Rundenrekord aufgestellt hat, schwärmt von der „coolen Strecke“ und denkt dabei vor allem an die lange Gerade: „Da kann man gut überholen.“

Wer am Wochenende in der Lausitz dann wen überholt, entscheidet sich im ersten Rennen am Sonnabend (14.48 Uhr, ARD) und im zweiten Rennen am Sonntag (15.18 Uhr, ARD).

Machen die neuen Regeln die DTM attraktiver?

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Von Manuel Becker

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