Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Niedersachsen So viele Studenten wie nie: Land will Hochschulen helfen
Nachrichten Politik Niedersachsen So viele Studenten wie nie: Land will Hochschulen helfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 03.12.2017
Es gibt mehr Studenten an den Universitäten in Niedersachsen: Wissenschaftsminister Thümler verspricht Hilfe. Quelle: Stratenschulte/dpa
Hannover

Angesichts stark gestiegener Studentenzahlen verspricht Niedersachsens neuer Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) den Hochschulen Hilfe. „Wir werden die Grundfinanzierung der Universitäten sukzessive erhöhen, damit sie planen können“, sagte Thümler am Mittwoch der HAZ, ohne Zahlen zu nennen. „In welchen Größenordnungen wir das tun, wird auch von Verhandlungen mit der Bundesregierung abhängen.“ An den Hochschulen des Landes sind im laufenden Wintersemester fast 210. 000 Studenten eingeschrieben – ein Rekord. Seit dem Wintersemester 2010/2011 hat sich die Zahl um rund 60.000 erhöht.

Wenn man leistungsfähige Hochschulen haben wolle, sei eine höhere Grundfinanzierung notwendig , „damit sie nicht nur von ihren Projekten abhängig sind“, sagte Thümler. Die Landesregierung werde auch ein Programm zur Hochschulbaufinanzierung bis 2030 vorlegen. Dabei müsse aber der Bund helfen, da das Land mit dem Ausbau der Universitätsmedizin in Hannover und Göttingen schon stark gefordert sei. Dass die Zahl der Studenten auch in diesem Jahr zugelegt habe, zeige die Attraktivität der niedersächsischen Hochschulen und sei eine erfreuliche Entwicklung, betonte der Minister. 

Der Vorsitzende der Landeshochschulkonferenz, Prof. Wolfgang-Uwe Friedrich, glaubt nicht, dass die Studentenzahlen in absehbarer Zeit abnehmen werden. „Wir sind jetzt gewissermaßen auf einem Hochplateau“, sagte der Präsident der Universität Hildesheim. Dieses Niveau werde über Jahrzehnte erhalten bleiben. Friedrich mahnte eine höhere Grundfinanzierung an, da im bis 2020 vereinbarten Hochschulpakt nur zeitlich begrenzte Projektmittel vereinbart worden seien. Vor allem die Betreuung der Studenten durch hauptberufliches Personal müsse verbessert werden. Zurzeit geschehe dies zu 30 Prozent durch Lehrbeauftragte.

 Das beliebteste Fach von Studienanfängern in Niedersachsen ist nach Angaben des Wissenschaftsministeriums Betriebswirtschaftslehre mit 1832 neuen Studenten– gefolgt von Rechtswissenschaft (1436), Informatik (1386), Maschinenbau und Mechatronik (1363) sowie Germanistik und Literaturwissenschaften (1336). Immer mehr Probleme haben Studenten auch bei der Wohnungssuche: Allein beim Studentenwerk Hannover stehen nach Auskunft von Geschäftsführer Eberhard Hoffmann 2007 Personen auf der Warteliste für einen Platz im Studentenwohnheim.

Die Wirtschaft sieht die hohen Studierendenzahlen mit gemischten Gefühlen, wie der Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, Volker Müller, erklärte: Es seien wesentlich mehr Menschen an den Hochschulen als in der Dualen Ausbildung. Immerhin komme durch duale Studiengänge auch mehr Praxis in die akademische Ausbildung. Ein Problem sei die hohe Zahl der Studienabbrecher.

Von Michael B. Berger

Niedersachsen Bürgschaften der Flüchtlingshelfer - Pistorius bittet Bund um Lösung

Flüchtlingshelfern in Niedersachsen droht der Ruin, weil sie Bürgschaften für Flüchtlinge übernommen haben. Innenminister Boris Pistorius bittet die Bundesarbeitsministerin um Hilfe. 

29.11.2017

Mit fast 210 000 Männern und Frauen hat die Zahl der Studierenden in Niedersachsen einen Höchststand erreicht. Wie stellen sich Politik und Universitäten darauf ein? Die HAZ sprach mit dem Vorsitzenden der Landeshochschulkonferenz, Prof. Wolfgang-Uwe Friedrich.

02.12.2017

Vergangene Woche beschloss das alte Landeskabinett, dass die frühere Staatssekretärin Stefanie Otte neue Präsidentin des OLG Celle werden soll. Doch nun droht ihr eine Konkurrentenklage.

28.11.2017