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Niedersachsen Lies kritisiert Absage von US-Handelsminister
Nachrichten Politik Niedersachsen Lies kritisiert Absage von US-Handelsminister
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16:01 27.06.2017
Die Salzgitter AG exportiert Stahl auch in die USA. Von dort kommen nun Dumping-Vorwürfe und Androhungen von Strafzöllen. Quelle: Jochen Lübke/dpa
Hannover

Im Streit um drohende Strafen gegen deutsche Stahlproduzenten hat Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies die Absage des Besuchs von US-Handelsminister Wilbur Ross in Berlin als "Affront" bezeichnet. "Ich bin entsetzt, dass Ross abgesagt hat", erklärte der SPD-Politiker am Dienstag in Hannover am Rande des zweiten niedersächsischen Stahlgipfels. Lies sprach sich für klare Worte gegenüber den Amerikanern aus - "ohne sich zu drohen". Protektionismus schade beiden Seiten.

Dumping-Vorwürfe aus den USA

Im März hatten die USA Dumping-Vorwürfe gegen mehrere Stahlhersteller erhoben, darunter die Salzgitter AG und die Dillinger Hütte. Salzgitter wies die Vorwürfe zurück. Weder die Entscheidung selbst noch die Höhe der drohenden Zölle sei nachvollziehbar, sagte ein Sprecher Ende März. "Stahlimporte aus der EU und aus Niedersachsen können die nationale Sicherheit der USA nicht gefährden", betonte Lies. US-Handelsminister Ross wollte im Juni einen Bericht zu dieser Frage vorlegen. Außerdem wollte er mit Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) über mögliche US-Strafen gegen europäische und deutsche Stahlkonzerne sprechen.

Salzgitter-Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann warnte vor möglichen Folgen der amerikanischen Abschottung für europäische Stahlkocher. Billiger Stahl etwa aus der Türkei oder der Ukraine könnte in die EU fließen. Er sprach sich für neue Zölle aus. Schutzzölle der EU hatten zuvor für eine Erholung auf dem Stahlmarkt gesorgt. Der Stahlbranche hatten lange billige Importe aus China zu schaffen gemacht.

dpa

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