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Niedersachsen Trittin warnt vor übertriebenen Erwartungen an Jamaika
Nachrichten Politik Niedersachsen Trittin warnt vor übertriebenen Erwartungen an Jamaika
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15:30 11.11.2017
Warnt vor zu großen Erwartungen an die Jamaika-Koalition im Bund: Jürgen Trittin. Quelle: Britta Pedersen/dpa
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Hameln

  Trittin, der Verhandlungsführer des linken Parteiflügels der Grünen ist, sagte, derzeit werde die mögliche Koalition geradezu überhäuft mit Erwartungen. Dabei müsse zunächst einmal geklärt werden, ob man in dieser Konstellation, deren gemeinsamer Nenner sei, dass vor der Wahl keiner mit keinem koalieren wollte, überhaupt die Bundesrepublik stabil regieren könne. 

Bislang sei von zehn Grundforderungen der Grünen nicht eine einzige verwirklicht, vom Ende der Kohleindustrie oder einem forcierten Umstieg auf Elektroautos bis hin zu einem Stopp von Kriegswaffenexporte in das Kriegsland Jemen. "Es ist für uns Grüne auch eine existentielle Frage, ob Flüchtlinge eine Chance haben, hier mit ihrer Familie zu leben", sagte Trittin unter heftigem Beifall zu der umstrittenen Frage des Familiennachzugs, den die Union bei Flüchtlingen mit subsidiaren Schutzstatus. Zur Frage des Umstiegs auf die Elektromobilität meinte Trittin, "Das werden nicht die Grünen, sondern Herr Xi Jinping in China entscheiden. Und das wird dann nicht 2030 sein, sondern früher." Dennoch sollten sich die Grünen derzeit nicht von grassierenden Meldungen über die Sondierungen verunsichern lassen, da noch nichts entschieden sei. Doch müsse man sich klarmachen. "Nicht wir wollen etwas, sondern Frau Merkel, die Vorsitzende der CDU." Die müsse sich jetzt bewegen. "Komm mal rüber", sagte Trittin unter tosendem Beifall der etwa 200 Delegierten.

Von Michael B. Berger

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