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Niedersachsen Ministerin will einheitliche Kennzeichnung von Fleischprodukten
Nachrichten Politik Niedersachsen Ministerin will einheitliche Kennzeichnung von Fleischprodukten
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00:23 08.04.2018
Niedersachsens Agrarministerin Otte-Kinast wirbt dafür, dass künftig weniger Fleisch gegessen wird. Quelle: dpa-tmn
Hannover

Niedersachsen will eine bundeseinheitliche Kennzeichnung für Tiere aus artgerechter Haltung. „Wir müssen den Tierschutz bundesweit voranbringen“, sagte die niedersächsische Agrarministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) am Mittwochabend in Hannover. Der Verbraucher müsse auch Fleisch- oder Wurstprodukte bis in den Stall verfolgen können. Landwirte, die in den Tierschutz investierten, könnten mit höheren Preisen rechnen, sagte Otte-Kinast. „Wir müssen jetzt ein Zeichen setzen. Die Junglandwirte wollen wissen, wo sie investieren können.“ Die Agrarministerin lehnte ein eigenes niedersächsisches „Tierwohllabel“ ab. Sie fürchtet eine Verwirrung der Verbraucher.

Otte-Kinast warb dafür, insgesamt weniger Fleisch zu essen. Sie selbst stamme noch aus einer Generation, wo es sonntags Braten gegeben habe – „und montags dann die Reste“, sagte die ehemalige Vorsitzende der Landfrauen in Niedersachsen.

Nach Angaben der Ministerin hat sich der 2011 eingeführte niedersächsische Tierschutzplan bewährt. Er soll allerdings künftig „Niedersächsische Nutztierhaltungsstrategie“ heißen. Es werde eine Arbeitsgruppe „Folgenabschätzung und Machbarkeit“ eingerichtet, sagte Otte-Kinast. „Es geht mir um einen verlässlichen Weg für alle Beteiligten. Gesellschaftliche Ansprüche und wirtschaftliche Anforderungen können nur gemeinsam betrachtet werden.“ Projektgruppen wie „Schlachten und Töten“ sowie „Transport“ sollen konkrete Vorschläge für die weitere Diskussion machen.

Die Ministerin hält auch Änderungen im Baurecht für notwendig, damit Landwirte einen modernen Stall bauen können, ohne in Konflikt etwa mit dem Immissionsschutzrecht zu geraten. „Bauen und Tierschutz beißen sich ganz oft.“ 

Von Marco Seng

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