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Niedersachsen So hat Niedersachsen gewählt
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13:15 25.09.2017
Sigmar Gabriel, Hubertus Heil und Thomas Oppermann holen in ihren Wahlkreisen ein Direktmandat. Quelle: dpa/Montage
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Die Niedersachsen sind treue Wähler: Die Direktmandate liegen meist fest in den Händen entweder der SPD oder der CDU – und daran hat sich auch am Sonntag nichts geändert. Einige bemerkenswerte Wechsel gab es aber dennoch.

So gewann im Wahlkreis 35 in der Lüneburger Heide deutlich der SPD-Mann Lars Klingbeil. Vor vier Jahren hatte er sich noch seinem CDU-Gegenkandidaten geschlagen geben müssen, der damals aber noch Reinhard Grindel hieß.

Von der SPD zur CDU wiederum wechselte der Schaumburger Wahlkreis 40. Der wurde gestern klar vom Unionsmann Maik Beermann gewonnen. Vor vier Jahren hieß dort der Sieger noch Sebastian Edathy (SPD).
Keine Probleme, seinen Wahlkreis zu verteidigen, hatte Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) in Salzgitter. Auch der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Bundestagsfraktion, Michael Grosse-Brömer, wurde erneut zum Direktkandidaten für den Wahlkreis Harburg bestimmt.

66 Bundestagsabgeordnete für Niedersachsen

In den neu gewählten Bundestag werden 66 Abgeordnete aus Niedersachsen einziehen, genauso viele wie vier Jahre zuvor. Nach Angaben der Landeswahlleitung werden nach dem vorläufigen Ergebnis im künftigen Bundesparlament 21 Abgeordnete der CDU, 20 der SPD, jeweils 7 der FDP und der AfD, 6 der Grünen und 5 der Partei die Linke aus Niedersachsen sitzen. Das sind für die CDU 10 und für die SPD 5 Parlamentarier weniger als noch 2013.

CDU und SPD verlieren

Auch in Niedersachsen mussten die Volksparteien deutlich Federn lassen, stehen aber unterm Strich besser da als im Bund. So kam die CDU nach Auszählung aller 30 Wahlkreise zwischen Ems und Elbe auf 34,9 Prozent der Zweitstimmen. Damit bleibt sie stärkste Kraft, muss aber ein Minus von 6,2 Prozentpunkten gegenüber der Bundestagswahl 2013 hinnehmen. Die SPD erreichte am Sonntag in Niedersachsen demnach 27,4 Prozent der Zweitstimmen. Das ist Minus von 5,7 Prozent, aber ein Ergebnis, das deutlich über dem Bundesergebnis der Partei von 20,6 Prozent liegt.

Die Linke hat in Niedersachsen 6,9 Prozent geholt (plus 1,9 Punkte). Die Grünen kommen auf 8,8 Prozent (minus 0,1). Die beiden großen Sieger der Wahl in Niedersachsen sind die FDP und die AfD. Die Liberalen gewannen 5,1 Punkte hinzu und kommen auf 9,3 Prozent. Die AfD schafft 9,1  Prozent – das sind 5,4 Prozentpunkte mehr.

Diese Parteien scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde:

  • Die Piraten erhielten 17.686 Stimmen und damit 0,4 Prozent der Stimmen (- 1,3).
  • 12.057 Stimmberechtigte wählen die NPD. Das sind 0,3 der Stimmen (- 0,5).
  • Die Partei erhielt 41.160 Stimmen. Das sind 0,9 Prozent.
  • Die Tierschutzpartei wurde von 40.425 Wählern angekreuzt. Das sind 0,9 Prozent der Stimmen (+ 0,1).
  • Für die Freien Wähler haben sich 19.155 Bürger entschieden. Das sind 0,4 Prozent (- 0,1).
  • Die Partei Deutsche Mitte wurde von  8140 Niedersachsen gewählt. Das sind 0,2 Prozent.
  • Die Grundeinkommenspartei (BGE) erhielt 8077 Stimmen. Das sind 0,2 Prozent.
  • 6081 Wähler entschieden sich für die V-Partei.  Das sind 0,1 Prozent.
  • 4777 Niedersachsen wählten die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP). Das sind 0,1 Prozent.
  • 6.356 Bürger entschieden sich für die Partei Demokratie in Bewegung. Das sind 0,1 Prozent.
  • Diese Parteien erzielten nur noch Prozentwerte im Promille-Bereich: MLPD (1632 Stimmen) und DKP (1114).

Wahlbeteiligung im Kreis Harburg am höchsten

Im Wahlkreis Harburg sind bei der Entscheidung zum neuen Bundestag am Sonntag in Niedersachsen die meisten Menschen zur Stimmabgabe gegangen. Die Wahlbeteiligung lag hier nach Angaben der Landeswahlleitung bei 81,3 Prozent und damit fast vier Prozentpunkte höher als im Landesdurchschnitt. Die geringste Wahlbeteiligung wurde im Wahlkreis Friesland-Wilhelmshaven-Wittmund mit 73,5 Prozent registriert.

Landesweit gaben am Sonntag bei der Bundestagswahl 76,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. 2013 waren es 73,4 Prozent.

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