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Brandanschlag

Politisch motivierter Anschlag auf Kreishaus in Göttingen

Bei einem Brandanschlag in Göttingen ist am Freitag ein Mitarbeiter der Kreisverwaltung verletzt worden. Die Tat war offenbar politisch motiviert, Verdächtige gibt es aber bisher nicht, sagte Polizeichef Thomas Rath.

In einer Teeküche in der Ausländerbehörde im Kreishaus wurde ein Feuer gelegt, das eine starke Verpuffung auslöste. In der Nähe des Tatortes fand die Polizei eine Art Bekennerschreiben, in dem ein genereller Abschiebestopp für Flüchtlinge gefordert wurde.
Bei dem Anschlag wurde ein 25-Jähriger Kreismitarbeiter verletzt. Er hatte großes Glück, weil er sich nicht in der Küche, sondern davor aufhielt. Der Mann hatte den Brand entdeckt und wollte ihn mit einem Feuerlöscher bekämpfen, als es zu der Verpuffung kam. Nur das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhinderte eine Ausbreitung der Flammen. Wäre der Mann etwas näher gekommen, hätte er mit Sicherheit schwere Verletzungen erlitten, sagte Polizeichef Rath. So habe er nach ambulanter Behandlung wieder aus der Klinik entlassen werden können. Die Teeküche wurde von der Verpuffung verwüstet.

Göttingens Kripochef Volker Warnecke geht davon aus, dass der Täter im extremistischen Bereich zu suchen ist. Details zur Art des Brandsatzes wollten die Ermittler nicht nennen. Die Vorgehensweise der Täter bereite ihm aber große Sorge, sagte Polizeichef Rath. Die Unbekannten hätten auch den Tod von Menschen in Kauf genommen.

Einen Zusammenhang mit der Serie von Brandanschlägen auf bislang 27 Autos in Göttingen schließt die Polizei nicht aus. Die Beamten prüfen jetzt, ob bestimmte Gebäude und Personen unter Schutz gestellt werden sollen.

lni


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