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Göttingen

Nach Brandanschlag führt Spur in linke Szene

Linke Extremisten sind für den Brandanschlag im Göttinger Kreishaus mit einem Verletzten verantwortlich. Das haben die Ermittlungen der Polizei ergeben.

Am Mittwochabend hätten Einsatzkräfte die Wohnung von vier Tatverdächtigen aus der linken Szene durchsucht und Computer sowie andere Beweismittel sichergestellt, sagte Polizeivizepräsident Roger Fladung am Donnerstag. Zwei speziell ausgebildete Fährtenhunde brachten die Polizei auf die Spur.

Die Polizei hält insgesamt zwei Frauen und Männer für tatverdächtig. Weitere Einzelheiten zu den Personen wollte die Polizei nicht nennen. Sie ordnet die Verdächtigten der linksextremen Szene zu. Die in ihren Wohnungen sichergestellten Gegenstände werden jetzt im Landeskriminalamt in Hannover untersucht.

Die beiden Polizeihunde hatten an dem Ort, an dem der Brandsatz explodierte, eine menschliche Geruchsspur aufgenommen, sagte Fahnder Volker Warnecke. „Wir waren überrascht, dass beide Tiere unabhängig voneinander den selben Weg zu dem Haus der jetzt Tatverdächtigen genommen haben und dort anschlugen.“ Daraufhin ordnete das Landgericht Göttingen die Durchsuchung des Hauses an.

Während der Polizeiaktion demonstrierten vor der Absperrung des Hauses Teilnehmer aus der linken Szene. Die Demo blieb weitgehend friedlich. Am Abend wurden in der Göttinger Innenstadt aber einige Mülltonnen umgeworfen, Autospiegel abgetreten und zwei Fensterscheiben eingeschlagen. Fünf Personen wurden vorläufig festgenommen. Den Schaden schätzt die Polizei auf 4000 Euro.

Bei dem Anschlag am vergangenen Freitagmorgen war ein 25 Jahre alter Mitarbeiter des Ausländeramtes des Landkreises verletzt worden, als ein Brandsatz in einer Teeküche explodierte. Während der Räumung des Kreisgebäudes war in der Nähe ein Flugblatt mit Bezug zur Abschiebepolitik von Flüchtlingen gefunden worden. Die Ermittler gehen auch deshalb von einem politisch motivierten Hintergrund der Tat aus und vermuten die Täter im linksextremistischen Bereich.

lni


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