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„Revolutionäre Zellen“

Linksextreme bekennen sich zu Göttinger Anschlag

Zwei Monate nach einem vermutlich politisch motivierten Brandanschlag auf das Gerichtsgebäude in Göttingen ist im Internet ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Darin erklären die sogenannten Revolutionären Zellen (RAZ), sie seien für den Anschlag verantwortlich.
Bei dem Anschlag auf das Göttinger Gerichtsgebäude im Dezember 2011 waren Gasflaschen als Brandsätze benutzt worden.

Bei dem Anschlag auf das Göttinger Gerichtsgebäude im Dezember 2011 waren Gasflaschen als Brandsätze benutzt worden.

© dpa

Göttingen. Zudem hätten sie auch einen Brandanschlag im Göttinger Kreishaus Anfang 2010 verübt. Die Polizei prüfe derzeit das Bekennerschrieben, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Eine abschließende Bewertung lag zunächst nicht vor.

Die als gewalttätig und linksextrem eingestufte RAZ war nach Angaben des niedersächsischen Verfassungsschutzes zuvor nur durch Anschläge in Berlin in Erscheinung getreten. Bei dem Anschlag auf das Göttinger Gerichtsgebäude Anfang Dezember 2011 waren Gasflaschen als Brandsätze benutzt worden. Es entstand erheblicher Sachschaden an der Sicherheitsverglasung des Gebäudes.

Bei dem Anschlag auf eine Teeküche im Göttinger Kreishaus in der Nähe der Ausländerbehörde vor zwei Jahren war ebenfalls erheblicher Sachschaden entstanden. Die Anschläge seien gegen „Einrichtungen der staatlichen Abschiebemaschinerie“ und „gegen die staatliche Repression (Justiz)“ gerichtet gewesen, heißt es in dem Bekennerschreiben.

Die Polizei hatte bereits wenige Tage nach dem Anschlag auf das Gerichtsgebäude den Verdacht geäußert, die RAZ könne dafür verantwortlich sein. Am Tatort hatten Unbekannte die Buchstabenkombination „RAZ“ auf eine Betonsäule geschmiert.
Nach Einschätzung der Ermittler hätten bei beiden Anschlägen auch Menschen zu Schaden kommen können.

dpa


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