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Niedersachsen Neue Ausrichtung für alte Werft
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15:33 28.08.2018
ARCHIV - 30.07.2015, Niedersachsen, Emden: Luftbild der Emder Nordseewerke. Nach dem dritten Insolvenzantrag für die ehemaligen Nordseewerke soll das Folgeunternehmen Nordseewerke Emden Shipyard (NES) saniert und neu ausgerichtet werden. Foto: Carmen Jaspersen/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Quelle: dpa
Hannover

Nach dem dritten Insolvenzantrag für die ehemaligen Nordseewerke soll das Folgeunternehmen saniert und neu ausgerichtet werden. Das sei das Ziel der Insolvenz in Eigenverwaltung, sagte der Geschäftsführer der Nordseewerke Emden Shipyard (NES), Patrick Hennings-Huep. Trotz der Insolvenz gebe es weiterhin Einkünfte, sagte er am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit sei das Unternehmen mit Mitarbeitern an Aufträgen von ThyssenKrupp am U-Bootbau und auch für German Naval am Korvettenbau beteiligt. Daneben seien zwei Rümpfe für norwegische Fischtrawler in Arbeit. Details zu dem Umfang dieser Aufträge nannte der Manager aber nicht.

Landtag wird informiert

Auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sucht eine langfristige Lösung für das Unternehmen. „Wir sind nach wie vor hoffnungsvoll, dass es gelingen wird, den Werft-Standort Emden zu erhalten“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Berend Lindner im Hafenausschuss des Landtags. Es gebe Signale der Meyer-Werft die Zusammenarbeit mit den Emder Bootsbauern fortzusetzen. Allerdings müssten alle Beteiligten sich ein wenig bewegen und bemühen, „an einem Strang zu ziehen“, sagte Staatssekretär Lindner. Wirtschaftsminister Althusmann will sich am Donnerstag vor Ort mit allen Beteiligten treffen und sich auch an der Suche nach einem möglichen Investor beteiligen.

Das Nachfolgeunternehmen Nordseewerke Emden Shipyard (NES) hatte vergangene Woche Insolvenzantrag in Eigenregie gestellt und ist damit erneut insolvent. „Das zeigt, dass die vermeintliche Lösung von 2016 doch nicht tragfähig war“, sagte Lindner, der auf die komplexen Eigentümer-Strukturen verwies. Man müsse jetzt eine einfachere Struktur finden. „Wir wollen das Know-how vor Ort erhalten“, betonte er. Insgesamt seien aktuell 85 Mitarbeiter betroffen. Das Insolvenzgeld sei sicher, versicherte der Staatssekretär.

Geschäftsführer Hennings-Huep zeigte sich zuversichtlich, dass die Neuausrichtung gelingen werde. Als größere Aufträge wurden zuletzt in Kooperation mit der Emder Firma EMS Segmente für Kreuzfahrtschiffe an die Meyer Werft in Papenburg geliefert. Die Meyer Werft hatte vergangene Woche die Qualität und Termintreue dieser Arbeiten bemängelt und keine weiteren Aufträge in Aussicht gestellt.

Von dpa, Michael B. Berger

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