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AfD will auch Landtag in Niedersachsen "erobern"

Kundgebung in Braunschweig AfD will auch Landtag in Niedersachsen "erobern"

Nach dem guten Ergebnis bei der Bundestagswahl fühlt sich die AfD auch in Niedersachsen im Aufwind. Bei einer Kundgebung vor der Landtagswahl in Braunschweig demonstrieren Spitzenkandidatin Guth und Parteichef Meuthen Stärke. Ihre Devise: Erst einmal den Einzug ins Parlament schaffen.

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Niedersächsische AfD-Spitzenkandidatin Dana Guth motiviert Anhänger auf der Kundgebung in Braunschweig.

Quelle: dpa

Braunschweig. Gut eine Woche vor der Landtagswahl haben die niedersächsische AfD-Spitzenkandidatin Dana Guth und Parteichef Jörg Meuthen ihre Anhänger auf den Endspurt des Wahlkampfs eingestimmt. Die AfD habe eine bislang ungekannte Erfolgsstory hinter sich und gerade mehr als 90 Abgeordnete in den Bundestag entsandt, sagte Guth am Samstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Braunschweig. „Wir werden diese Erfolgsstory fortsetzen und den 14. Landtag in Deutschland erobern.“ Auch Meuthen zeigte sich optimistisch, dass die AfD den Einzug in den Landtag in Hannover schafft.

Kritik übte Guth an dem CDU-Spitzenkandidaten Bernd Althusmann. Dieser habe angekündigt, er wolle die AfD nach ihrem Einzug in das Landesparlament auf dem Gebiet der Sachthemen stellen. „Warum hat er das nicht vorher gemacht? Wir sind alle da. Wir stehen für Diskussionen zur Verfügung“, sagte die Politikerin.

In Niedersachsen wird am 15. Oktober ein neuer Landtag gewählt. Die vorgezogene Neuwahl war nötig geworden, nachdem die grüne Abgeordnete Elke Twesten im August überraschend zur CDU übergelaufen war. Die rot-grüne Landesregierung von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) verlor damit ihre Mehrheit. Guth sagte zu Twestens Wechsel: „Allein das müsste doch jedem klar machen, dass es in diesem Parteiensystem kaum Unterschiede gibt.“

Die AfD ist in Niedersachsen - anders als in vielen anderen Bundesländern - bislang nicht im Landtag vertreten. Auch der AfD-Vorsitzende Meuthen zeigte sich überzeugt von einem Erfolg bei der bevorstehenden Wahl. „Uns geht es um nichts anderes, als erst mal reinzukommen.“ Die bundespolitische Konstellation bewertete Meuthen als günstig dafür. „Wenn ich mir dieses Jamaika-Bündnis vorstelle - das gibt goldene Zeiten für die AfD“, sagte er mit Blick darauf, dass die Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Samstag Gespräche über eine Koalition aus Union, FDP und Grünen angekündigt hatte.

Nach jüngsten Umfragen kann die AfD bei der Landtagswahl mit 7 bis 8 Prozent der Stimmen rechnen. Bei der Bundestagswahl erhielt die AfD in Niedersachsen 9,1 Prozent und lag damit deutlich unter ihrem bundesweiten Ergebnis. 

dpa

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