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Kritik an Internetseite von Wulffs Frau

Die Opposition im niedersächsischen Landtag kritisiert, dass sich die Frau von Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) im Internetangebot der Regierung mit einer eigenen Seite präsentiert. „Das ist nicht in Ordnung“, hieß es von den Grünen und der Linken nach Angaben des „Weser Kurier“ vom Sonnabend.
Die Internetseite von Bettina Wulff

Die Internetseite von Bettina Wulff

© lni

Absolut unangemessen sei vor allem, dass die Staatskanzlei mit Hinweis auf Bettina Wulffs Arbeitgeber quasi Reklame für Wirtschaftsunternehmen mache.

Dagegen betonte ein Regierungssprecher in der Zeitung, man habe die Seite eingerichtet, um auf die Schirmherrschaften von Frau Wulff aufmerksam zu machen. „Das ist eine reine Serviceleistung“, erklärte der Regierungssprecher. Die Seite existiert dem Bericht nach seit zwei Wochen.

Unter anderem kann der Leser dort erfahren, dass Bettina Wulff Schirmherrin für ein Gartenfestival, ein Familienhebammennetzwerk und für den „Tag der Obdachlosigkeit“ einer katholischen Kirchengemeinde ist. Erwähnt wird ferner ihr beruflicher Lebenslauf mit Stationen als PR-Frau beim Autozulieferer Continental und bei der Drogeriekette Rossmann sowie ihre Konfession.

Ein anderer Regierungssprecher sagte „Wir richten den umfassenden und modernen Internetauftritt nach den Anfragen der Bürger und Medien aus.“ Aktuell gebe es zur Stiftung „Eine Chance für Kinder“, einem Netzwerk für Familienhebammen, viele Anfragen, weil zu Gunsten der Stiftung ein Benefizkonzert mit Bundespräsident Horst Köhler in Hannover stattfinde.

Wie der „Weser Kurier“ berichtet, sind andere Ministerpräsidenten deutlich zurückhaltender damit, ihre Partnerinnen im Regierungsinternet zu präsentieren. Allerdings hat die Ehefrau von Bundespräsident Horst Köhler, Eva Luise Köhler, einen eigenen Internet-Auftritt. Für Wulffs Gattin sei das aber kein Maßstab, sagte Grünen-Vizefraktionschefin Ursula Helmhold.

Bereits vor 20 Jahren gab es in Niedersachsen viel Wirbel, als der damalige Ministerpräsident Gerhard Schröder (SPD) seiner Frau Hiltrud ein eigenes Büro in der Staatskanzlei einrichten ließ. Das Paar ist längst getrennt, doch Hiltrud tritt nun im Fernsehen als Teilnehmerin der Tanzshow „Let’s dance“ vom 9. April an wieder in den Fokus der Öffentlichkeit.

lni


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