Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Niedersachsen Landesverbänden droht Auflösung
Nachrichten Politik Niedersachsen Landesverbänden droht Auflösung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 07.09.2018
Äußerungen des früheren Landeschefs der Jungen Alternativen in Niedersachsen, Lars Steinke, gelten mit als Grund für die geplante Beobachtung durch den Verfassungsschutz. Quelle: Foto: Swen Pförtner/dpa
Anzeige
Hannover/Berlin

Den beiden Landesverbänden Niedersachsen und Bremen der AfD-Jugendorganisation droht die Auflösung. Nachdem Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (beide SPD) am Montag bekanntgeben hatten, dass der Verfassungsschutz in beiden Bundesländern die Junge Alternative (JA) überwachen soll, will der Bundesverband jetzt schnell über das weitere Vorgehen entscheiden. Noch in dieser Woche sollten Ort und Zeitpunkt für einen Bundeskongress der JA festgelegt werden, bei dem über eine mögliche Auflösung der beiden Landesverbände entschieden werden soll, sagte der Sprecher des Bundesvorsitzenden, Torben Braga, am Dienstag.

Die JA spricht von einer möglichen „Abgliederung“ der beiden auffälligen Landesverbände. Braga erklärte das geplante Vorgehen so: „Die Abgliederung besteht darin, dass der Landesverband von der Gesamtorganisation abgetrennt wird.“ Mitglieder der AfD-Jugend in Niedersachsen und Bremen würden dann direkt der Bundesorganisation angehören, hätten aber keinen zuständigen Bezirks- oder Landesverband mehr. Über eine Neugründung der Landesverbände müsse zu einem späteren Zeitpunkt nachgedacht werden, sagte Braga.

Der AfD-Bundesvorstand reagierte zurückhaltend. „Wir werden die Gründe, die für die Verfassungsschutz-Beobachtung der beiden JA-Landesverbände vorgebracht werden, zunächst einer raschen und sorgsamen Prüfung unterziehen“, erklärten die AfD-Sprecher Jörg Meuthen und Alexander Gauland. Über das weitere Vorgehen werde man anschließend beraten.

Die Innenminister nannten als Gründe für die Beobachtung unter anderem diskriminierende und Demokratie-feindliche Äußerungen aus der JA. So hatte der frühere niedersächsische Landeschef Lars Steinke, gegen den ein Parteiausschluss-Verfahren läuft, den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg als Verräter und Feigling bezeichnet.

Von Marco Seng

Am späten Vormittag verkündete Bremen, dass es die Nachwuchsorganisation der AfD vom Verfassungsschutz beobachten lassen wird. Kurze Zeit später verkündete auch Niedersachsen, dass es ebenso die Jugendorganisation observieren wird.

03.09.2018

Unter großer Anteilnahme von vielen Gläubigen ist am Sonnabendmorgen Pater Heiner Wilmer zum Bischof von Hildesheim geweiht worden.

04.09.2018

Die Splittergruppe Pegasus will die AfD patriotischer und nationalistischer machen. Als sie den Thüringer AfD-Fraktionschef Björn Höcke als Redner nach Isernhagen einlud, intervenierte der Landesvorstand. Es drohen weitere interne Machtkämpfe.

03.09.2018
Anzeige