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Niedersachsen Wolfgang Jüttner wird 70 Jahre alt
Nachrichten Politik Niedersachsen Wolfgang Jüttner wird 70 Jahre alt
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00:15 24.03.2018
Wolfgang Jüttner, hier noch im niedersächsischen Landztag, wird am Mittwoch 70 Jahre alt. Der SPD-Bezirk Hannover feiert seinen Ehrenvorsitzenden. Quelle: dpa
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Hannover

Eine Tankstelle wünscht sich der Jubilar. Genauer: Spenden für eine Elektro-Tankstelle an der Heimvolkshochschule Springe, wo er einst Dozent war und heute  immer noch Vorsitzender des Fördervereins ist. Aber warum denn ausgerechnet eine Tankstelle zum Geburtstag? „Nun, ich war ja mal Umweltminister“, sagt Wolfgang Jüttner, der am Mittwoch 70 Jahre alt wird. Und da liege doch die Förderung einer E-Tankstelle nahe.

Nicht untypisch auch, dass der SPD-Bezirk Hannover seinen Ehrenvorsitzenden am Mittwochabend mit einer Podiumsdiskussion zur Zukunft des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks feiert – denn das Diskutieren war schon immer Jüttners Stärke. Zu den Basta-Figuren zählt der eher intellektuelle Hannoveraner nämlich nicht.

Mit 65 Jahren ist Jüttner aus der Politik ausgestiegen – und  hat diesen Schritt nie bereut. Langeweile sei bei ihm nie aufgekommen. 23 Jahre  war er direkt gewählter Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Hannover-Linden, fünf Jahre Landesumweltminister (kurz unter Schröder, kurz unter Glogowski, etwas länger unter Gabriel), drei Jahre SPD-Landesvorsitzender und zuletzt Landtagsfraktionschef der SPD, als Sigmar Gabriel von Hannover nach Berlin wechselte.

Den Sprung auf den Spitzenplatz hat er indes nie geschafft: Jüttner zog bei der Wahl des Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) den Kürzeren und zuvor parteiintern nach dem raschen Abgang Gerhard Glogowskis (SPD) auch gegen den aufstrebenden Gabriel. Aber vielleicht macht ihn das auch so sympathisch.

Beim eher linken SPD-Bezirk Hannover war der selbstreflexive Jüttner jedenfalls stets wohlgelitten, weshalb die Sozialdemokraten ihn auch zu ihrem Ehrenvorsitzenden kürten. Seit einigen Jahren gehört Jüttner auch der Grundwertekommission seiner Partei an – und macht hier und da seine Anmerkungen. Den derzeitigen Zustand seiner Partei findet, wen wundert’s, der Altgediente alles andere als ersprießlich, hofft aber, dass die SPD nach der langen Regierungsbildung wieder allmählich auf die Beine kommt. Die SPD, sagt er, müsse sich einfach viel breiter aufstellen. Und dass sie das Sicherheitsthema nicht im Bundestagswahlkampf aufgegriffen habe, findet Jüttner einen schweren Fehler.

Seine Frau entdeckt ihren Ehemann in letzter Zeit immer häufiger vor dem Fernseher, was bei Rentnern nicht verwunderlich wäre, bei Jüttner aber einer neuen Aufgabe geschuldet ist. Denn seit einem Dreivierteljahr gehört der Sozialdemokrat, der seit mehr als fünf Jahren im Rundfunkrat des NDR sitzt, dem neunköpfigen Programmbeirat an – und muss gezielt schauen: Politische Magazine, aber auch Krimis und Vorabendserien. „Das ist schon interessant, zwei Leute schauen sich jeweils die Beiträge an, und hinterher wird darüber geredet.“

Manchmal sieht man indes den pensionierten Jüttner am Flügel sitzen, denn er hat im hohen Alter angefangen, Klavierunterricht zu nehmen. Der Flügel, sagt der Nachwuchspianist, habe nach Auszug der Tochter „beschäftigungslos“ im Zimmer gestanden. Da musste er einfach ran.

Von Michael B. Berger

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