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Niedersachsen Alexander Saipa soll SPD-Generalsekretär werden
Nachrichten Politik Niedersachsen Alexander Saipa soll SPD-Generalsekretär werden
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09:20 16.03.2018
„Klare Positionen“: Alexander Saipa. Quelle: Foto: dpa
Hannover

Bevor er in die Politik wechselte, war Alexander Saipa Gefahrgutbeauftragter eines Chemieunternehmens im Harzort Langelsheim. Keine schlechte Voraussetzung für einen Mann, der als Generalsekretär die SPD in Niedersachsen vorantreiben wie auch in ihrem vergleichsweisen guten Zustand erhalten soll. Denn zumindest in Niedersachsen sind die Sozialdemokraten, die bei der letzten Landtagswahl fast 37 Prozent erzielten, noch eine Volkspartei. Der 41-jährige Saipa muss gemeinsam mit dem Landesvorsitzenden Stephan Weil dafür sorgen, dass dies so bleibt.

Eine überraschende Wahl

Auf den ersten Blick ist es überraschend, dass Weils Wahl auf Saipa fiel. Denn der designierte „General“ hat so gar nichts von den Archetypen dieser Parteimanager, die zusehen, dass es kracht und blitzt, wenn sie auftreten. Ein Raubauz ist er nicht und wird es auch nicht werden.  

Zum Generalsekretär gehörten nicht nur die Worte „General“ und „Attacke“, sondern auch das Wort Sekretär, der in die Partei reinhören müsse, sagt Saipa. „Einmal durchbeleidigen ist nicht mein Stil.“ Er selbst hat übrigens Stil und gibt sich leise, präzise, sachorientiert, sagt aber von sich selbst, dass er, wenn’s Not tut auch „sehr klar Position beziehen kann“. Saipa ist, was in der Politik selten vorkommt, promovierter Chemiker. Vielleicht erklärt ja auch dies die sachliche, angenehme Art, die Saipa auszeichnet.

Vorbild: Helmut Schmidt

Der Name Saipa ist übrigens im Bezirk Braunschweig, in dem der gebürtige Hannoveraner seit etlichen Jahren aktiv ist, ziemlich bekannt. Vater Axel Saipa war der letzte Regierungspräsident in Braunschweig und zuvor ein ziemlich rühriger Kommunalbeamter in Goslar und in Lehrte. Sohn Alexander ist erst nach Abschluss seines Studiums in die SPD eingetreten. Er sei eigentlich immer ein sehr politisch denkender Mensch gewesen, habe sich aber erst einmal aufs Studium konzentrieren wollen. 

Zu seinen Vorbildern rechnet er Helmut Schmidt, von dem er alle Bücher gelesen habe. „An Schmidt begeistert mich die Klarheit – auch im Ausdruck.“ Sich selbst mag er nicht in dem einen oder anderen Flügel der SPD verorten. Das dürfte allein deshalb schwierig sein, weil er etwa beim Thema Daseinsvorsorge und Krankenhaus eher links ticke, bei arbeits- und industriepolitischen Themen eher rechts. 

Zum Anfang seiner Landtagszeit war Saipa Teil einer überparteilichen Musikcombo, die Jazz und Schlager mit der Sopranistin Doris Schröder-Köpf einstudierte und aufführte. Die Gruppe scheint sich leider aufgelöst zu haben, auch in anderen Formationen hört man den Klarinettisten und Saxophonisten derzeit nicht. Eigentlich schade.

Von Michael B. Berger

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