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Atommülllager

Bund wollte die Asse in den 80er Jahren reaktivieren

Nicht nur das Land Niedersachsen, sondern auch der Bund wollte in den 80er Jahren unter der Regierung von Helmut Schmidt (SPD) die Asse als Atommülldeponie reaktivieren.

Einem Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwochausgabe) zufolge verwies die sozialliberale Bundesregierung unter Kanzler Helmut Schmidt (SPD) im Dezember 1981 auf „Bemühungen des Bundes um die Nutzung des ehemaligen Salzbergwerks Asse II als Endlager für schwachradioaktive Abfälle“. Zur Begründung hieß es, die zu erwartenden Mengen an atomarem Müll könnten nicht allein in dem vorgesehenen Endlager Gorleben beseitigt werden. Es sei daher „dringend erforderlich, für schwachradioaktive Abfälle möglichst noch in den 80er Jahren wenigstens eines der geplanten Endlager Konrad oder Asse in Betrieb zu nehmen“.

Das inzwischen marode Bergwerk bei Wolfenbüttel war von 1967 bis 1978 als Versuchslager für schwach- und mittelradioaktiven Müll sowie als Forschungsstätte genutzt worden. Wegen auslaufender Genehmigung hatte man die Einlagerung 1978 gestoppt.

ddp


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