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Niedersachsen Zahl der Duldungen steigt auch in Niedersachsen
Nachrichten Politik Niedersachsen Zahl der Duldungen steigt auch in Niedersachsen
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00:48 07.04.2018
Abschiebungen bleiben umstritten – und auch schwierig. Hier werden Menschen aus dem Balkan von Sachsen aus abgeschoben, per Charterflug. Quelle: dpa
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Hannover

 Die Zahl der Duldungen abgelehnter Asylbewerber, die wegen fehlender Pässe nicht in ihr Heimatland abgeschoben werden können, steigt auch in Niedersachsen – allerdings nicht so stark wie im Bund. Das ergab eine Anfrage der HAZ im hannoverschen Innenministerium. So stieg die Zahl der Duldungen in Niedersachsen von 3174 Menschen zum Stichtag 31. Dezember 2016 auf 4775 Menschen ein Jahr später. Bis Ende Februar dieses Jahres verzeichnete das Ministerium 4923 Duldungen. Im gleichen Zeitraum waren die Anstiege im Bund aber wesentlich größer, hier verdoppelte sich nahezu zwischen Ende 2016 und Ende 2017 die Zahl der Duldungen – sie stieg von 38.109 auf 65.025 Menschen Ende 2017 und 67.588 zum 28. Februar dieses Jahres. Insgesamt gab es Ende Februar dieses Jahres  231.265 Ausreisepflichtige im Bund und 22.081 Ausreisepflichtige in Niedersachsen, von denen 16.941 Menschen geduldet werden, ein Viertel von ihnen wegen fehlender Reisedokumente.

Das Innenministerium in Hannover erklärte, es begrüße, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sich mehr um die Klärung der Identität der Flüchtlinge bemühe, allerdings seien diese Bemühungen „noch erweiterungsfähig“. So müssten sich immer noch in der Mehrheit der Fälle  die Ausländerbehörden um die Klärung dieser Fragen kümmern. Hier sei auch der Bund gefordert, noch stärker auf die Herkunftsländer zuzugehen, damit diese „ihre“ Flüchtlinge zurücknehmen. Ein Bruchteil der Duldungen sind Menschen aus Afghanistan, die Niedersachsen im Gegensatz zu anderen Bundesländern in der Regel nicht ins Krisengebiet zurückschickt (Ausnahme bleiben Straftäter). Hier waren in Niedersachsen zu Ende Februar dieses Jahres 600 Afghanen gedulet, 243 von ihnen wegen fehlender Reisedokumente.

Von Michael B. Berger

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