Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Deutschland / Welt Zahl der Drogentoten im Jahr 2017 gesunken
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Zahl der Drogentoten im Jahr 2017 gesunken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:04 15.05.2018
Ein Heroinsüchtiger setzt sich eine Spritze. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Das ergab eine Langzeitstudie zur Analyse drogeninduzierter Todesfälle des Instituts für Therapieforschung (IFT) in München. 2017 starben demnach insgesamt 1272 Menschen durch illegalen Rauschgiftkonsum. 2016 waren es noch 1333. Das entspricht einem Rückgang von fünf Prozent. Bislang waren die Opferzahlen von 2012 an (944 Tote) kontinuierlich angestiegen. Wie in den vorherigen Jahren bilden Männer mit einem Durchschnittsalter von 39 Jahren die größte Risikogruppe.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler sagte am Dienstag in Berlin: „Ein fünfprozentiger Rückgang ist besser als ein fünfprozentiger Anstieg, aber für mich dennoch kein Grund zur Freude.“ Auch die aktuelle Zahl stehe für großes Leid von Betroffenen und deren Angehörigen, so die CSU-Politikerin.

Leichter Anstieg der Kokain-Todesopfer

Drogenschwerpunkte waren im vergangenen Jahr Berlin mit 168, Köln mit 50 und München mit 44 Toten. In mehr als 80 Prozent der Fälle sei eine Überdosierung der Grund für die Todesursache gewesen. Opioide wie Heroin und Morphin sind mit insgesamt 707 Verstorbenen die Substanzen, die am häufigsten Todesfälle verursachen. „Ich werde mich weiter dafür stark machen, dass die Opioidersatzbehandlung ausgebaut wird“, erklärte Mortler. Ebenso wolle sie sich für die weit verbreitete Verwendung des Opioidgegenmittels Naloxon einsetzen.

Bei den nicht-opioidhaltigen Substanzen ist laut Studie ein leichter Anstieg der Toten durch Kokain zu verzeichnen. Dennoch seien hierbei immer noch nicht-opioidhaltige Medikamente die häufigste Todesursache. Eine Abnahme gab es bei den Todesfällen bei den Neuen Psychoaktiven Substanzen, sogenannten „Legal Highs“.

Mortler wünscht sich, dass Prävention und Suchtbehandlung langfristig mit dem Sanktionsrecht der Strafverfolgung zusammenfließen. Personen, die wegen illegalen Betäubungsmittelgebrauches auffällig geworden seien, könnten sich statt Haftstrafen für gezielte Therapie- und Behandlungsmaßnahmen entscheiden, so Mortler. Vorbilder dafür wären Österreich und Portugal. Außerdem tritt sie für eine Stärkung der allgemeinen Suchtprävention ein. 140.000 Menschen seien im vergangen Jahr durch die Folgen von Tabak- und Alkoholkonsum gestorben.

Von Edgar Lopez/RND

Wenn es nach dem Chef der Bundesagentur für Arbeit geht, sind dringend weitere Milliarden für mehr Personal nötig. Nur so ließen sich wesentlich besser Arbeitslose betreuen, sagt Detlef Scheele.

15.05.2018

Die Bundesregierung hält an einem ausgeglichenen Haushalt fest. Das reicht aber nicht, sagt Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Sonst bleibe Deutschland ein tief ungleiches Land.

15.05.2018

Gerade erst hat er seinen Vater Abi zu Grabe getragen – und nur wenige Tage später ist der Sänger und Schauspieler Gil Ofarim wieder in einem emotionalen Ausnahmezustand: bei der jüngsten Frank-Plasberg-Sendung „Hart aber fair“ zum Thema „Wie kann das noch sein: Judenhass in Deutschland?“.

15.05.2018
Anzeige