Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Deutschland / Welt Wulff fordert konstruktive Islam-Debatte
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Wulff fordert konstruktive Islam-Debatte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:57 09.01.2018
Christian Wulff, ehemaliger deutscher Bundespräsident Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

„Darüber müssen wir reden“, sagte Christian Wulff am Montagabend in der Hamburger Hauptkirche St. Nikolai. Laut Umfrage hatten 2010 noch 49 Prozent Wulffs Aussage zugestimmt, 2016 waren es nur noch 34 Prozent. Wulff war vom 30. Juni 2010 bis zu seinem Rücktritt am 17. Februar 2012 Bundespräsident.

Er habe den Deutschen mit seiner Aussage „extrem viel zugemutet“, räumte der frühere niedersächsische Ministerpräsident ein. Er habe bewusst „den Islam“ gemeint und nicht nur die Muslime. Es gehe um den Bau von Moscheen, die Ausbildung von Imamen und muslimischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen. Es sei die Aufgabe von Religionen, dass sie den Frieden befördern. Dies gelte auch für den Islam. Daher müsse das Friedliche im Islam gemeinsam herausgearbeitet werden.

Wulff kann Medienangriffen vor seinem Sturz positives abgewinnen

Mit dem Dialog seien aber auch Ansprüche an die Muslime verbunden. Dazu zählten etwa die Gleichberechtigung von Mann und Frau oder der Schutz der Christen in der Türkei und Ägypten. Wulff: „Wer die Hand reicht, kann auch Kritisches ins Stammbuch schreiben.“

Den heftigen Medienangriffen gegen ihn vor seinem Sturz kann der ehemalige Bundespräsident heute auch eine positive Seite abgewinnen. Es habe seitdem keinen ähnlich gearteten Angriff auf einen Politiker gegeben, sagte Wulff. Die Medien würde heute vorsichtiger und differenzierter in solchen Fällen berichten und die Unschuldsvermutung stärker in den Vordergrund stellen. Deutschland habe im internationalen Vergleich eine gute Presselandschaft. Für einen qualitativ guten Journalismus müssten die Bürger aber auch einen Preis zahlen.

Von RND/epd

Wegen eines Flaschenwurfs auf Polizisten bei den G20-Krawallen hat das Amtsgericht Hamburg einen Mann zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Es ist die bislang höchste Strafe, die im Zusammenhang mit den Ausschreitungen während des Gipfeltreffens im Juli vergangenen Jahres verhängt wurde.

09.01.2018

Das Verhältnis zwischen der EU und Polen ist schwer belastet: Brüssel hat sogar ein Sanktionsverfahren gegen das Mitgliedsland eröffnet. In Warschau regiert Mateusz Morawiecki seit Dezember – mit ihm könnte sich die Lage entspannen, weil er zwei wichtige Minister entlassen hat, die international umstritten waren. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will aber von EU-Forderungen nicht abrücken.

09.01.2018

Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz sorgt seit wenigen Tagen für großen Aufruhr. CSU-Innenpolitiker Hans-Peter Friedrich eröffnete nun dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), notfalls mit der AfD für die Abschaffung des NetzDG zu votieren: „Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, bleibt mir nichts anderes übrig als mit der AfD zu stimmen.“

09.01.2018
Anzeige