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Wird Söder Ministerpräsident von Bayern?

Machtwechsel in München Wird Söder Ministerpräsident von Bayern?

Nach Medieninformationen ist im CSU-Machtkampf die Entscheidung gefallen. Demnach bleibt Horst Seehofer Parteichef. Neuer bayrischer Ministerpräsident soll Markus Söder werden. Die Partei selbst dementiert die Berichte allerdings.

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Markus Söder (CSU)

Quelle: dpa

München. Nach Informationen des „Bayrischen Rundfunk“ wird Markus Söder neuer bayrischer Ministerpräsident und löst damit Horst Seehofer ab. Dieser soll nach ersten Informationen Vorsitzender der CSU bleiben. Endgültig entschieden wird wohl erst am 4. Dezember beim CSU-Parteitag.

Die Partei dementierte den Bericht allerdings umgehend. Es sei nichts entschieden und auch in einer Fraktionssitzung seien keine Namen genannt worden, hieß es von beiden Seiten am Donnerstag. „Es handelt sich um eine Falschmeldung“, sagte auch der Fraktionsvorsitzende der CSU-Fraktion im bayrischen Landtag, Thomas Kreuzer, nach einer Sondersitzung der CSU-Fraktion mit Parteichef Horst Seehofer.

Entscheidung soll Anfang Dezember fallen

Seehofer hatte seiner Fraktion im Bayerischen Landtag zuvor eine „befriedende“ Lösung für die künftige personelle Aufstellung der CSU versprochen. Er strebe eine solche Lösung bis spätestens Anfang Dezember an, sagte Seehofer am Donnerstag nach Teilnehmerangaben in einer Fraktionssitzung in München. Er wolle eine Lösung suchen, die integriere und befriede und die legendäre Geschlossenheit der CSU wiederherstelle. Finanzminister Markus Söder, der als aussichtsreichster Nachfolgekandidat für den Posten des Ministerpräsidenten gilt, sagte demnach in der Sitzung, er sei zu allem bereit, was eine gemeinsame Entwicklung ermögliche. Namen seien aber in der Sitzung zunächst nicht genannt worden, hieß es.

„Er (Seehofer) wird in den nächsten Tagen mit allen Beteiligten, der Partei, aber auch der Fraktion Gespräche führen“, betonte Kreuzer. Seehofers Vorschlag sei in der Fraktion in allen Wortmeldungen „sehr begrüßt worden“. Es habe keine Kritik gegeben.

Söder – der Umstrittene

Nach der verheerenden Niederlage für die CSU bei der Bundestagswahl im September mit 38,8 Prozent hatten sich auch viele Mitglieder aus der 101-köpfigen Landtagsfraktion sehr kritisch zu Seehofer geäußert und einen Rücktritt gefordert. In der Fraktion gilt Bayerns Finanzminister Markus Söder als aussichtsreichster Nachfolgekandidat.

Die Meinungen über Söder gehen allerdings innerhalb der Partei weit auseinander. Schon vor Jahren warf Seehofer ihm „charakterliche Schwächen“ und einen „pathologischen Ehrgeiz“ vor, Söder leiste sich „zu viele Schmutzeleien“. An der Basis und in der Landtagsfraktion hat er dagegen viele Unterstützer. Als Hardliner und akribischer Arbeiter im Finanzministerium hat er sich in der CSU viel Respekt erarbeitet, rein fachlich lobt auch Seehofer bisweilen seine Arbeit. Dagegen ist sein Image außerhalb des Freistaates umstritten: Er gilt als Scharfmacher, Populist, Provokateur, Rechtsaußen.

Von RND/dpa

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