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Deutschland / Welt „Wir lassen uns unsere Freiräume“
Nachrichten Politik Deutschland / Welt „Wir lassen uns unsere Freiräume“
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18:55 10.05.2018
Wolfgang Kubicki und Annette Marberth-Kubicki. Quelle: Imke Schröder/RND
Strande

Wie haben Sie sich kennengelernt?

Annette Marberth-Kubicki: Mein Mann hat mich zu einer Besprechung abgeholt und mich im Auto mit nach Lüneburg genommen, wo wir gemeinsam in der Strafverteidigung waren.

Was ist Ihnen zuerst am anderen aufgefallen?

Wolfgang Kubicki: Mir ist zuerst aufgefallen, dass sie eine extrem schräge Brille getragen hat – und ihre Hände mit ihren schönen Fingern.

M.-K.: Und mir seine blauen Augen.

Und wer hat dann den ersten Schritt gemacht?

K.: Ich. Als wir mit der Besprechung fertig waren, habe ich sie gleich zum Essen eingeladen.

M.-K.: Dass man mit einem Kollegen Essen geht, war aber noch nicht so besonders.

Und wann haben Sie gemerkt, dass es besonders wird?

K.: Relativ zügig. Als klar wurde, dass wir in Lüneburg länger zusammen verteidigen werden, da sind wir uns von Stunde zu Stunde nähergekommen.

Sie sind beide Juristen. Redet man sich da gegenseitig rein oder lässt man sich in Frieden?

M.-K.: Man bespricht schon das Eine oder Andere, gerade wenn man gedanklich in einem Fall etwas festgefahren ist. Reinreden tun wir uns aber nicht.

K.: Wenn meine Frau mich nach meiner Meinung fragt, dann will sie eigentlich nur hören, dass ich ihre Meinung bestätige.

M.-K.: Manchmal muss man auch etwas aussprechen, um der Lösung näher zu kommen.

K: Die Formulierung zwingt einen, die Gedanken zu sortieren. Und wenn das in der Partnerschaft nicht gelingt, dann funktioniert das erst Recht nicht im Verfahren. Wir lassen von unserem Beruf aber beide relativ wenig in unserer Privatleben.

Ist es schwierig, wenn man oft nur als die „Frau von“ bezeichnet wird?

M.-K.: Von Mandanten werde ich beauftragt, weil ich bin wie ich bin und nicht, weil ich die „Frau von“ bin. Dafür fühle ich mich auch zu selbstständig und habe beruflich viel alleine erreicht, da ist mir das nicht unangenehm, wenn ich auf Empfängen dann doch mal so vorgestellt werde. Bin ich ja nun mal auch.

K.: Ich wurde aber auch schon als der Mann von Frau Marberth-Kubicki vorgestellt. Es gab mal eine Strafverteidigertagung in Erfurt, da war ich im Damenprogramm und nachmittags in der Kosmetik. Ich fand‘s toll.

Sie sind jetzt seit 1997 verheiratet. Für Sie, Herr Kubicki, ist es die dritte Ehe, für Sie, Frau Marberth-Kubicki, ist es die erste Ehe. Hat man da Bedenken, ob es diesmal hält?

M.-K.: Nein, hatte ich gar nicht. Die erste Ehe meines Mannes war eine sehr kurze, eine Jugendliebe, die er geheiratet hat und die zweite Ehe war für mich dann quasi die erste. Und ich hatte vorher auch Beziehungen, die länger gedauert haben, aber ich hab nicht immer gleich geheiratet. Mein Mann hat es halt vorgezogen, schnell Nägel mit Köpfen zu machen. Nur bei mir hat es länger gedauert.

K.: Meine jetzige Frau ist ja auch die erste Ehe nachdem wir uns kennengelernt haben (lacht).

Wer hat dann den Antrag gemacht?

K.: Ich hab einen sehr klassischen Antrag gemacht. Das war Ostern 1997. Ich hab auf der Runde mit meinem Hund Puma auf alle Dalben im Ort Schilder aufgehängt, auf denen stand „Engel, Liebe meines Lebens, willst Du meine Frau werden?“ Ich hatte im Garten präparierte Ostereier ausgelegt mit immer einem Wort von „Engel, Liebe meines Lebens, willst Du meine Frau werden“ darin versteckt, und zum Schluss einen Ring. Und ich dachte, dass meine Frau bei der Morgenrunde mit Puma in Strande das dann sehen wird. Sie kam aber wieder – keine Reaktion. Dann bekam sie allerdings schon Glückwünsche aus dem Ort. Sie sagte nur: „Wie jetzt?“. Und ich meinte: „Das steht doch an allen Dalben rangetackert.“.

M.-K.: Dann hat er mir ein Fernglas gegeben, damit ich aus dem Haus raus gucke auf einen Dalben gegenüber.

K: Dann meinte ich, jetzt gehen wir mal in den Garten und suchen die Eier. Das schöne war, dass unser Hund, mit dem ich die Eier versteckt hatte, genau wusste, wo die lagen. Als sie dann alle ausgepackt hatte, hat sie auch sofort ‚Ja‘ gesagt. Mit einer Einschränkung: Bis zu meinem Geburtstag muss das passiert sein. Sie hat am 5. Oktober Geburtstag und einen Tag vorher haben wir dann geheiratet.

Auch Heide Simonis war unter den Gästen bei Bruno’s damals …

K.: Heide meinte, sie hätte sich schon gewundert, dass ich in letzter Zeit beim Gang in die Kantine so bedrückt war. Bis sie gemerkt hat, dass das die Vorbereitung auf meine nächste Eheschließung war.

Sie waren viel unterwegs in ihrem Beruf, gerade in den Koalitionsverhandlungen war das sicherlich extrem. Wie schaffen Sie es, Kontakt zu halten und sich nicht aus den Augen zu verlieren?

K.: Wir telefonieren sehr viel miteinander und schreiben viele Nachrichten. Ansonsten treffen wir uns auch in anderen Städten.

M.-.K: Das kann man organisieren. Aber das geht auch nur, wenn beide relativ unabhängig sind. Wenn ich jetzt eine Frau wäre, die abends um acht ihren Mann zu Hause haben möchte, um gemeinsam zu Tisch zu sitzen und Abendbrot zu essen, dann hätten wir ein großes Problem.

Mussten Sie sich Ihren Mann denn ein wenig zurechtstutzen?

K.: Bis heute stutzt sie mich zurecht.

M.-K.: Wir haben zu Anfang schon sehr gerungen, weil wir aus gänzlich anderen Positionen kommen. Ich wollte bis dato nicht mit einem Mann zusammenleben und hatte es auch nicht. Ich dachte, dass mich das zu sehr einschränkt und dass ich selbst nach einer Hochzeit noch zwingend eine Ein-Zimmer-Wohnung behalten müsste, um mich zurückziehen zu können. Das hat sich dann völlig gelegt, weil wir beide unabhängig sind und uns unseren Freiraum lassen. Deswegen ist die viele Abwesenheit nicht das ganz große Problem. Außer es wird zu viel, da hab ich auch meine Schmerzgrenze. Aber ansonsten ist es ideal getroffen, wie der Pott zu dem Deckel. Streit gibt es zwar jetzt immer noch mal, mein Mann ist ja auch gerne einer, der sagt, wo es langgeht. Das kann ich aber auch ganz gut. Wir holen uns gegenseitig auf den Boden der Tatsachen zurück.

Haben Sie denn in der ganzen Zeit auch mal den Wunsch gehabt, noch eigene Kinder zu haben?

M.-K.: Ich war nie eine von den Frauen, die einen großen Kinderwunsch hatte. Als ich jünger war, hab ich gedacht, da mach ich mir dann in einem Jahr Gedanken, und dann in zwei Jahren, dann in fünf Jahren und dann hab ich gemerkt, dass das eigentlich nicht mein Lebensentwurf ist. Mein Mann hatte schon Zwillingstöchter mitgebracht, und die sind auch mit mir groß geworden. Das war das erste halbe Jahr schwierig, aber dann klappte es sehr gut. Dennoch gab es bei mir nie den Reflex: Oh ja, du jetzt auch.

Wie schalten Sie denn ab?

M.-K.: Freizeit haben wir ja gar nicht so oft. Wir sind aber gerne im Ort unterwegs, hier sind so viele Lokale, in denen man immer Freunde trifft, ein tolles soziales Umfeld haben wir hier in Strande, das einem einen Ausgleich gibt. Ich geh auch joggen und mache Sport und gehe gerne mal ins Kino. Einmal am Strand spazieren gehen, wer kann das schon immer machen.

Was verbindet Sie beide?

K.: Liebe.

M-K: Das hätte ich auch spontan gesagt.

K.: Es ist schlicht Liebe (lacht). Außerdem verbindet uns die Lust am Streiten und zwar im positiven Sinne, wenn wir miteinander diskutieren. Wir lieben beide gutes Essen, guten Wein. Haben auch gleiche kulturelle Interessen.

M.-K.: Entweder es sind tatsächlich gleiche Vorstellungen vom Leben oder es hat sich angenähert, das kann ich gar nicht mehr so unterscheiden. Wir reisen beide sehr gerne. Wir gehen auch gerne in Musicals. Und kleine Bühnen schätzen wir sehr, das werde ich in Berlin jetzt alles ausgraben. Und wir sind beide sehr lebensfroh.

K.: Lebensbejahend kann man sagen.

Und was regt Sie auch nach 21 Jahren noch auf?

M-K.: Dazu passt der Witz ganz gut: Meine Frau hat behauptet, ich habe zwei Fehler. Erstens: Ich höre nicht zu. Und dann noch irgendwas anderes.

K: Was mich manchmal stresst, ist, dass meine Frau meint, Fürsorge betreiben zu müssen.

M-K: Es gibt schon viel Trennendes: Du gehst abends spät ins Bett, morgens steh ich immer früher auf. Wenn Du aufstehst bin ich schon mit allem durch, mit Sport mit Frühstück. Manchmal wundere ich mich schon, wie wir überhaupt gemeinsame Zeit herstellen.

K: Ich würde es lieben, wenn ich morgens erstmal nicht angesprochen werde und in Ruhe Zeitung lesen kann.

M.-K.: Kann aber auch sein, dass Du aus der Zeitung vorliest und das macht mich wahnsinnig.

K: Am schlimmsten ist es, wenn ich morgens Zettelchen finde, wo draufsteht, was ich erledigen soll.

M.-K.: Aber solange ich keine telepathischen Fähigkeiten habe, muss das so gehen.

Wenn Sie in Ihre Wohnung nach Mallorca fliegen, können Sie da anders abschalten?

K: Da kennt uns auch jeder und da haben wir auch ein volles Programm und sind brunchen oder Golf spielen.

Wer ist denn besser beim Golfspielen?

K.: Meine Frau ist ehrgeiziger, ich hab das bessere Handicap. 20, 6 und meine Frau hat 26,5.

M.-K.: Du warst mal besser.

K.: Ich hab auch über ein Jahr null Sport gemacht. Über meinen Geburtstag Anfang März waren wir in Braunlage Ski fahren, da bin ich sieben Mal den Sonnenberg runtergefahren und hatte am nächsten Tag einen Muskelkater, da war mir klar, ich muss mehr für mich tun. So ab Sommer dann. Ich könnte natürlich auch im Schwimmbad schwimmen, aber morgens hab ich dazu keine Lust. Und abends eigentlich auch nicht (lachen beide). Beim Fußball bin ich dagegen gerne. Erst recht bei „meinen“ beiden Vereinen: Den letzten Spieltag von Holstein Kiel gegen Eintracht Braunschweig lass ich mir nicht entgehen. Da will ich dann Holsteins Aufstieg und Braunschweigs Klassenerhalt feiern.

Sie sind als Ortvereinsvorsitzende der FDP in Strande aktiv, Frau Marberth-Kubicki …

K.: Hier bin ich die Basis. Ich wurde dann auch gleich als Kassenprüfer abgesetzt.

M.-K.: Das war eine faire Wahl.

Waren Sie vorher politisch aktiv?

M.-K: Nein, das kam schon durch die Beziehung. Da hat man quasi keine andere Wahl. Da bin ich reingewachsen, das mach ich aber nur für mich auf kommunaler Ebene.

Eine andere Partei wäre für Sie nicht in Frage gekommen?

M.-K.: Nee, das ist auch ein bisschen durch den Beruf geprägt. Als Strafverteidiger auch zum Thema Rechteschutz hat mich nichts anderes angesprochen, da sind sonst nur noch die Grünen dabei. Aber traditionell sind es die Freien Demokraten.

Nach der langen Phase der Koalitionsverhandlungen und dem Wahlkampf: Worauf freuen Sie sich jetzt?

K.: Ich freue mich darauf, dass das Boot endlich wieder ins Wasser kommt und ich dieses Jahr mehr Zeit habe, es zu nutzen.

Glauben Sie, dass Sie aus Berlin mehr Zeit dazu haben werden?

K.: Als Abgeordneter und Vizepräsident sind nur die Sitzungswochen Pflicht in Berlin, so 14 Tage im Monat, dazu kommen dann noch Repräsentationsveranstaltungen. Aber ich muss - anders als in den letzten vier Jahren - nicht mehr zu jeder Parteiveranstaltung bundesweit fahren.

M.-K.: Es war auch existenziell die letzten Jahre, da musste man an allen Fronten kämpfen, sonst hätte man es nicht wieder in den Bundestag geschafft. Und diese Last ist man jetzt los, dass man jeden Termin selbst machen muss.

K.: Auch in Schleswig-Holstein muss ich nicht mehr jeden Termin machen, mit meinen Nachfolgern sind andere Persönlichkeiten da, die die Termine wahrnehmen können. Ich geh also fest davon aus, dass ich ab Mai mehr Zeit haben werde.

Können Sie denn gut loslassen?

K.: Ja, aber man wird auch wehmütig, zum Beispiel als ich aus dem Landtag ausgeschieden bin, das berührt einen schon nach 25 Jahren Fraktionsvorsitz hier. Wenn ich ausscheiden würde und nichts zu tun hätte – das wäre schwer. Aber dadurch, dass ich in Berlin eine andere Aufgabe habe, ist es zwar immer noch wehmütig am Landtag vorbeizufahren, weil man das Gefühl hat „das ist ein Teil von Dir“, aber es ist etwas anderes, weil etwas Neues dazu kommt.

M.-K.: Ist auch eine tolle Entwicklung, dass man noch etwas ganz Neues kennenlernt. Für mich ist Berlin auch etwas Neues mit einer neuen Wohnung. Ich freu mich richtig auf die nächsten vier Jahre.

K.: Es wollen uns ganz viele in Berlin besuchen. Alle erwarten, dass wir die Reiseführer machen. Und das machen wir gerne. Ich entdecke die Stadt ja auch gerade neu und das Tolle ist: Man bekommt 24 Stunden etwas zu essen und zu trinken. Gegenüber von unserer neuen Wohnung ist ein Vier-Sterne-Hotel, in dem die Bar rund um die Uhr geöffnet hat. Das habe ich nach den Sondierungsgesprächen genossen, weil ich keine Lust hatte, alleine in meiner Wohnung zu sitzen und ein Glas Wein zu trinken, da hab ich mich lieber mit ein paar Briten an der Bar unterhalten, um abzuschalten. Die Wohnung hat allerdings meine Frau angemietet, ich kannte die vorab gar nicht.

M.-K.: Mein Mann war in den Sondierungsgesprächen, aber wir kennen uns so gut, da habe ich die Wohnung angemietet, Fernsehen, Telefon von Kiel aus organisiert, Möbel von uns und neue hingebracht und am zweiten Tag konnte mein Mann dort übernachten und hatte alles, was er braucht.

K.: Sogar das Weinregal stand schon.

Was sagen Sie dazu, dass am Ende der Verhandlungen die Frage um gebügelte Hemden so eine Aufmerksamkeit bekam?

M-K.: Ich kann da schon drüber lachen, auch wenn man sich wirklich wundert, dass dabei eine politische Debatte in den Hintergrund gerät.

Können Sie sich Ihren Mann denn noch gut im Fernsehen angucken?

M.-K.: Ja, ich gucke zwar nicht immer, aber wenn ich zu Hause bin, schon. Allerdings würde ich jetzt keiner Freundin absagen, weil mein Mann im Fernsehen kommt. Das kann ich sonst auch in der Mediathek nachgucken.

Herr Kubicki, Sie sind ja auch sehr beliebt außerhalb der eigenen Partei, wie erklären Sie sich das?

K.: Ich wundere mich immer wieder. Das ist einfach so. Egal wo wir sind werden wir angesprochen. Toller Typ, aber falsche Partei. Oder den Menschen gefällt, dass ich sage, was ich denke. Interessanterweise gab es in den letzten zwei Jahren sehr selten negative Rückmeldungen in Bezug auf meine Person. Auch im deutschen Bundestag haben mir alle Fraktionen zu meiner Vizepräsidentschaft gratuliert. Weil ich auch mal spitze Bemerkungen mache. Auch in Richtung der AfD. Dauerhafte Empörung hilft uns nämlich nicht weiter. Auf Empörung und Provokation sind sie eingestellt, man muss sich mit ihnen in der Sache auseinandersetzen.

Was lieben Sie denn besonders am anderen?

M.-K. Mein Mann ist der lebensfrohste Mensch, den ich kenne. Es gibt keine Situation, in der er aufgeben würde. Er würde eher sagen, grad ist es etwas unbequem, aber im nächsten Jahr wird es bombastisch. Er nimmt einen mit. Wir haben viele Krisen erlebt, auch harte Krisen, das weiß die Öffentlichkeit so gar nicht unbedingt, aber es war nie so, dass man Angst hatte, dass es jetzt ganz dicke kommt.

K.: Lebensmotto: Aufgeben ist keine Lösung. Ich liebe an meiner Frau ihre Eigenständigkeit. Dass ich mich mit ihr auch richtig auseinandersetzen kann.

M.-K.: Er hat auch eine geistige Großzügigkeit. Er gönnt mir alles und traut mir alles zu. Und wir lassen uns unsere Freiräume.

K.: Wir fragen den anderen nicht, wir besprechen uns. Die Tatsache, dass man entsprechende Freiräume hat, das ist für die Beziehung ganz wichtig. Dass man nicht 24 Stunden aufeinander hockt.

M.-K.: Auch wenn viele das von uns denken, weil wir auch in einem Büro arbeiten. Aber das ist nur eine Bürogemeinschaft und ich sitze auch in einem anderen Stockwerk.

K.: Ich habe auch Freunde, die sagen, wenn ich den ganzen Tag meine Frau um mich hätte, dann würde es nur Mord und Totschlag geben.

M.-K.: Wir waren vor zehn Jahren mal sechs Wochen in Australien in einer Ferienwohnung.

K.: Und sind zur Überraschung aller Beteiligten zurückgekommen, und waren nicht getrennt.

M.-K.: Das war auch für uns eine schöne Bestätigung, dass uns das auch guttun kann.

K.: Es muss nur nicht dauernd sein.

M.-K.: So alle zehn Jahre mal (lacht).

Welche Ziele haben Sie gemeinsam in nächster Zeit?

K.: Meine Frau möchte gerne die zehn schönsten Golfplätze und die zehn schönsten Hotels der Welt abarbeiten.

M.-K.: Reisen ist auf jeden Fall ein Thema.

K.: Sydney, New York, Ottawa, da bleibt noch einiges…

Bewahren Sie sich Ziele auf für die Zeit nach der Legislaturperiode?

M.-K.: Ich bin eigentlich immer ganz froh, dass ich nicht genau weiß, was in vier Jahren kommt. Allerdings: Wenn noch mal Bundestag ansteht, befürchte ich, dass mein Mann noch mal kandidieren würde. Ich gehe etwas länger von Berlin aus, allerdings finde ich es ganz schön, nicht zu wissen, was in vier Jahren ist.

K.: Außer, dass wir noch zusammen sind.

M.-K.: Davon gehe ich aus. Eine weitere Scheidung kannst Du Dir auch gar nicht mehr leisten (lacht).

K.: Allein der Zugewinnausgleich … (lacht). Aber die Wahrscheinlichkeit tendiert ja gegen Null.

Von Imke Schröder/RND

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