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Deutschland / Welt Wie geht es weiter im Iran?
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11:38 06.01.2018
Regimetreue Demonstranten in Teheran – die gegen die Protestler protestieren.  Quelle: AP
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Berlin

 Es war der Perserteppich meiner Oma, der meine Leidenschaft für die Bewegung weckte. Ich tanzte die Muster nach. Im Iran tanzen Menschen auch, sie benennen es nur nicht als „Tanz“. Männer und Frauen dürfen sich auf der Bühne nicht berühren, jedoch finden die Künstlerinnen und Künstler immer Wege, die Zensur auf ihre Art zu umgehen.

Bei den aktuellen Protesten wurde meine Hoffnung schnell verdrängt von der Erinnerung an das Jahr 1979. Damals protestierten meine Eltern im Iran gegen den Schah und für die Demokratie. Stattdessen kam die Islamische Repu­blik. Ich habe als Kind diesen Umbruch selbst miterlebt: Plötzlich musste ich in der Schule ein Kopftuch tragen. Damals wie heute gingen die Menschen aus ganz unterschiedlichen Motiven auf die Straße. Und so macht es mir Sorge, dass bei den aktuellen Protesten keine Richtung erkennbar ist: Wenn die Regierung gestürzt würde, wer käme nach? Wir bekommen nur wenig von den Entwicklungen mit, weil Menschen mit einer Kamera sofort verhaftet werden. Das ist beängstigend. Die meisten jungen Menschen in diesem Land haben keine Hoffnung, keinerlei Freiheiten, es gibt eine hohe Arbeitslosigkeit, und die Verstöße gegen die Menschenrechte sowie die Inflation führen zu Frust und schließlich zu Wut. Aber das Land muss sich von innen heilen, eine Einmischung der EU oder der USA würde in eine Katastrophe münden, wie es im Irak der Fall war. Ich lebe seit meinem siebten Lebensjahr in Deutschland. Hier kann ich mich frei bewegen. Ich hoffe, dass dies eines Tages auch für den Iran gelten wird.

Modjgan Hashemian, deutsch-iranische Choreografin, lebt in Berlin.

Von Modjgan Hashemian

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