Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Deutschland / Welt US-Militäreinsatz in Syrien geht vorerst weiter
Nachrichten Politik Deutschland / Welt US-Militäreinsatz in Syrien geht vorerst weiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:18 04.04.2018
Ein US-Soldat in einem Panzerfahrzeug bewacht am 4. April eine mobile Basis der US Army in Manbij, Nordsyrien. Eine Woche zuvor hatte das Camp nur aus einem Zelt bestanden. Quelle: AP
Washington

Die USA halten vorerst an ihrem Militäreinsatz in Syrien fest. Nach jüngsten von US-Präsident Donald Trump ausgelösten Spekulationen über einen baldigen und kompletten Truppenabzug erklärte das Weiße Haus, man bleibe dem sich rasch nähernden Ziel verpflichtet, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu eliminieren. Der Einsatz in Syrien neige sich einem schnellen Ende zu, der IS sei fast „komplett zerstört“, hieß es in der Mitteilung weiter. Ein Datum für einen Truppenabzug wurde aber nicht genannt.

Trump hatte in der vergangenen Woche überraschend erklärt, dass das US-Militär Syrien bald verlassen werde. Zuletzt sagte er zu dem Einsatz: „Manchmal ist es Zeit, nach Hause zu kommen.“ Eine Entscheidung solle sehr schnell getroffen werden, hatte er betont.

Trump sagte weiter, es gebe Länder, die wollten, dass die USA in Syrien blieben. Ein Beispiel sei Saudi-Arabien. „Aber dann müssen sie dafür bezahlen“, betonte er. „Ich möchte unsere Soldaten nach Hause bringen“, sagte er. Es sei wichtiger, das eigene Land aufzubauen. Die USA hätten sieben Billionen Dollar im Nahen Osten investiert, sagte Trump. „Und wir haben nichts als Tod und Zerstörung gesehen“, fügte er hinzu.

Der Syrien-Einsatz der USA ist allerdings nicht der Befriedung des Nahen Ostens, sondern dem Kampf gegen den Terrorismus gewidmet. Das Pentagon hat derzeit etwa 2000 Soldaten in dem Bürgerkriegsland.

Der Kommandeur des US-Zentralkommandos, Joseph Votel, hatte am Dienstag gesagt, dass es in Syrien nach wie vor Gegenden gebe, in denen der IS aktiv sei und dass die US-Soldaten dort weiterhin tätig sein würden.

Von RND/dpa