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Deutschland / Welt Trump mag Gentiloni nicht zuhören
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Trump mag Gentiloni nicht zuhören
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11:46 27.05.2017
Donald Trump (r.) gestikuliert mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Tunesiens Präsident Beji Caid Essebsi. Quelle: AP
Taormina

Trump war schon mit einer satten Verspätung zu der Sitzung erschienen. Der italienische Ministerpräsident sprach sich dabei dafür aus, beim G20-Gipfel in Hamburg die Beziehungen mit Afrika ins Zentrum zu stellen.

Italien ist von der Migration aus Afrika besonders betroffen. Eigentlich wollte der Gastgeber bei dem Spitzentreffen eine gemeinsame Erklärung zu den positiven Aspekten der Zuwanderung und einer besseren Bewältigung der Flüchtlingskrise verabschieden. Aber die US-Unterhändler blockierten das Vorhaben.

Unterdessen haben Entwicklungsorganisationen die Staats- und Regierungschefs der sieben reichen Industrienationen wegen Untätigkeit in der Flüchtlingskrise scharf kritisiert. „Der Skandal des Gipfels ist, dass die G7-Führer direkt hier nach Sizilien ans Meer kommen, wo 1400 Menschen allein seit Jahresanfang ertrunken sind, und nichts ernsthaft dagegen tun“, sagte Edmund Cairns von Oxfam am Sonnabend in Taormina auf Sizilien der dpa.

Es müsse mehr Hilfe für Flüchtlinge geben und mehr Unterstützung für Entwicklungsländer, die allein 90 Prozent von ihnen beherbergten. Auch müsse es sichere Wege für Zuwanderer geben. Es sei „eine der größten Enttäuschungen des Gipfels“, dass Italien mit seinem Plan für einen geordneten Umgang mit den Flüchtlingen am Widerstand der USA gescheitert sei. Der Gastgeber habe die Welt daran erinnern wollen, dass Zuwanderer auch Vorteile für die Länder brächten, die sie aufnehmen. „Das scheint völlig vergessen worden zu sein.“

Von RND/dpa