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Deutschland / Welt Trump gegen Rocker
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19:16 26.06.2018
Amerikanisches Nationalsymbol: US-Präsident Donald Trump (l) und Vizepräsident Mike Pence bewundern eine Harley Davidson. Quelle: dpa
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Washington

Harley-Davidson ist mehr als eine Motorradmarke. Es geht um das Ausleben eins Freiheitsmythos, um eine Gegenwelt zum staatlichen Dirigismus. Dies alles hatte auch der US-Präsident vor Augen, als er die Harley-Manager im vorigen Jahr ins Weiße Haus einlud und alle Welt wissen ließ, dass sich an Harley-Davidson der Erfolg seiner „America first“-Politik ablesen lassen werde. Tatsächlich hatten die Motorradbauer im Wahlkampf in Wisconsin kräftig (und erfolgreich) für Donald Trump getrommelt.

Es war eine Allianz, die in diesen Tagen krachend niedergeht. In wütendem Ton drohte Trump dem Unternehmen am Dienstag, es mit speziellen Steuern (und nicht nur Zöllen) zu belegen, sollte es wie geplant einen Teil der Produktion ins Ausland verlagern. Trump, der Marketingexperte, ahnt, dass von Harley-Davidson ein fatales Signal ausgehen könnte. Denn an dem weltbekannten mittelständischen Unternehmen lässt sich nun ablesen, wie selbstzerstörerisch sein Handelskrieg wirkt. Harley muss erstens mit höheren Kosten im Einkauf leben – weil Trump auf Spezialstahl aus Europa Zusatzzölle aufgeschlagen hat. Und Harley hat zweitens neue Hürden beim Verkauf: Die von der EU verhängten Gegenzölle lassen den Preis pro Maschine in Europa um 2000 Euro steigen.

Um diesem Szenario zu entgehen, ist aus Sicht der Firma eine teilweise Verlagerung von bisher in den USA angesiedelten Jobs ins Ausland unvermeidlich. Von den – rechtlich überaus zweifelhaften – Drohungen des Präsidenten mit einer fetten Besteuerung („big tax“) lässt sich Harley übrigens nicht beeindrucken. Die demonstrative Distanz zum Staat zählte schon immer zum Markenkern.

Von Stefan Koch

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