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Deutschland / Welt Trump droht weiteren Journalisten mit Entzug der Akkreditierung
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Trump droht weiteren Journalisten mit Entzug der Akkreditierung
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18:21 09.11.2018
Nach einer Pressekonferenz wurde dem CNN-Reporter Jim Acosta (r.) der Zugang zum Weißen Haus verwehrt. Quelle: imago/ZUMA
Washington

US-Präsident Donald Trump will nach CNN-Korrespondent Jim Acosta möglicherweise auch anderen Journalisten die Akkreditierung für das Weiße Haus entziehen. Journalisten benötigen diese Zulassung, um beispielsweise über Pressekonferenzen des Präsidenten berichten zu können. „Ich habe die Entscheidung noch nicht getroffen, aber es könnte auch andere betreffen“, sagte Trump am Freitag in Washington vor seinem Abflug nach Frankreich.

Trump echauffierte sich speziell über die Journalistin April Ryan vom American Urban Radio Networks. Er nannte sie einen „loser“ (Versager). Sie sei bösartig und wisse nicht, was sie tue. Trump forderte, dass Journalisten das Weiße Haus und den Präsidenten mit Respekt behandeln.

Ryan hatte Trump während einer Pressekonferenz unter anderem gefragt, ob er wünsche, dass sich der neue, kommissarische Justizminister Matthew Whitaker in die Untersuchungen des Russland-Ermittlers Robert Mueller einmischen solle. Trump antwortete: „Was für eine dumme Frage stellen sie da?“

Lesen Sie hier einen Kommentar zu dem Eklat im Weißen Haus: Alarmzeichen aus Washington

Höchst unangenehme Ermittlungen für Trump

Ein FBI-Team um Sonderermittler Robert Mueller geht der Frage nach, ob es bei den mutmaßlich russischen Einflussversuchen auf die Präsidentschaftswahl 2016 geheime Absprachen zwischen Moskau und Trumps Wahlkampflager gab. Für Trump sind die Ermittlungen höchst unangenehm. Er geißelt sie regelmäßig als „Hexenjagd“.

Trump wies auch Vorwürfe zurück, das Weiße Haus habe ein Video manipuliert, das belegen soll, warum Acosta die Akkreditierung entzogen wurde. „Niemand hat manipuliert, macht mal halblang, das ist unehrliche Berichterstattung“, sagte Trump.

Kritiker sprechen von Manipulation des Videos

Das Weiße Haus wirft Acosta vor, sich unangemessen gegenüber einer Mitarbeiterin verhalten und Hand angelegt zu haben. Kritiker meinen, das vom Weißen Haus verbreitete Video sei manipuliert worden, um einen Vorfall dramatischer aussehen zu lassen.

Lesen Sie auch: Die Vermutung, die US-Regierung habe das Video manipuliert, kursierte auch auf Twitter. Was ist dran? Hier lesen Sie mehr dazu!

Acosta hatte sich geweigert, nach seinen Fragen an Trump einer Mitarbeiterin der Regierung das Mikrofon zurückzugeben. Er wehrte ihren Arm ab und berührte mit seiner Rückhand leicht ihren Oberarm. „Entschuldigen Sie, Ma'am“, sagte er. Erst später gelang es der Mitarbeiterin, das Mikrofon mitzunehmen.

Von RND/dpa/jw

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