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Deutschland / Welt Trump droht Nordkorea mit völliger Zerstörung
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Trump droht Nordkorea mit völliger Zerstörung
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17:52 19.09.2017
US-Präsident Donald Trump. Quelle: AP
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New York

Aus der ersten Reihe des Plenarsaals der UN-Vollversammlung hat eine deutlich verkleinerte nordkoreanische Delegation am Dienstag die erste Rede von US-Präsident Donald Trump bei der Generaldebatte der Vereinten Nationen verfolgt. Auf den beiden vorderen Plätzen saß niemand mehr, in der zweiten Reihe machte sich ein nordkoreanischer Vertreter eifrig Notizen. Kim Jong-Un selbst bleibt der Veranstaltung stets fern.

Trump rief Nordkorea mit deutlichen Worten zur Räson. „Die Denuklearisierung ist der einzig gangbare Weg“, sagte Trump und bezeichnete Nordkorea als ein Land, das die Welt mit Atomwaffen bedrohe. „Die USA sind ein Land von großer Stärke und Geduld.“ Wenn die USA aber gezwungen würden, habe man keine andere Wahl, als Nordkorea total zu zerstören.

Trump wiederholt sein „America First“-Bekenntnis

In seiner vierzigminütigen Rede kam er auf zahlreiche Themen zu sprechen. Trump griff unter anderem den Iran scharf an. Dieser sei ein herabgewirtschafteter Schurkenstaat, dessen Hauptexportgut die Gewalt sei, sagte Trump. Dem mörderischen Regime in Teheran dürfe nicht erlaubt werden, seine destabilisierenden Aktivitäten fortzusetzen, sagte Trump weiter. Das internationale Atomabkommen mit dem Iran bezeichnete Trump erneut als einen der schlechtesten Verträge, die jemals abgeschlossen worden seien. Das Abkommen sei eine Erniedrigung für die USA.

Außerdem hat Trump zu einer vollständigen Wiederherstellung der Demokratie und der politischen Freiheit in Venezuela aufgerufen. Trump sagte, das Regime von Präsident Nicolas Maduro lasse die Menschen in Venezuela verhungern. „Das Problem in Venezuela ist nicht, dass der Sozialmus nur dürftig umgesetzt worden wäre, sondern dass er überzeugt umgesetzt worden ist.“ Die Regierung Venezuelas habe ein prosperierendes Land ruiniert. „Die Situation ist völlig inakzeptabel. Wir können nicht danebenstehen und zusehen“, sagte er.

Des Weiteren wiederholte Trump seine Absicht, die Außenpolitik an amerikanischen Interessen ausrichten zu wollen. „Als Präsident der Vereinigten Staaten werde ich Amerika immer an die erste Stelle stellen“, sagte Trump. Genauso sollten es auch andere Staats- und Regierungschefs tun, fügte er hinzu. „Alle verantwortlichen Staatenlenker stehen in der Pflicht, ihren eigenen Bürgern zu dienen.“

Die Reden von Macron, Erdogan und Netanjahu werden erwartet

Trump betonte in seiner Rede mehrmals das Prinzip der staatlichen Souveränität. Starke und unabhängige Nationalstaaten würden die 193 Länder zählende Weltorganisation zum Erfolg führen, sagte Trump. Das Erreichen der UN-Ziele hänge an Staaten, die ihre Souveränität und ihren Friedenswillen lebten. Zur Rolle der USA sagte Trump: „Wir wollen unsere Art zu leben nicht jedem überstülpen.“ Man wolle aber ein leuchtendes Beispiel für jedermann sein. Frieden, Sicherheit und Souveränität seien für die Staaten der Erde die wichtigsten Ziele.

Die Welt befindet sich nach Ansicht Trumps an einem Scheideweg. „Wir treffen uns hier in einer Zeit immenser Versprechungen, aber auch riesiger Gefahren.“ Trump nannte als Risiken den internationalen Terror, kriminelle Netzwerke und autoritäre Regime, die über Massenvernichtungswaffen verfügten. „Wir können die Welt zu neuen Höhen führen, oder sie in ein Tal fallen lassen, in dem sie nicht repariert werden kann.“

Nach Trump wurden am Dienstag unter anderem Reden von Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron, dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und Israels Premier Benjamin Netanjahu erwartet.

Von dpa/ap/RND

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