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Deutschland / Welt Trittin warnt vor neuem Kalten Krieg
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Trittin warnt vor neuem Kalten Krieg
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18:22 26.03.2018
Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) ist Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags. Quelle: imago/photothek
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Berlin

Der Grünen-Außenpolitiker Jürgen Trittin kritisiert die Ausweisung russischer Diplomaten aus Deutschland und anderen EU-Staaten. „Ich kann verstehen, dass die Europäer Theresas Mays prekäre politische Lage in der Brexit-Auseinandersetzung stabilisieren wollen. Es ist aber leichtfertig, ohne belastbare Beweise und nur aufgrund von Indizien so gegen Russland vorzugehen und in einen neuen Kalten Krieg zu stolpern“, sagte Trittin dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Im Ergebnis wird der Westen durch die Ausweisungen nichts gewinnen: Russland weist wahrscheinlich seinerseits europäische Diplomaten aus und weitere Gesprächskanäle nach Moskau werden verschüttet“, sagte der Bundestagsabgeordnete, der amtierender Vorsitzender der deutsch-russischen Parlamentariergruppe ist. „Alle sollten jetzt die Nerven bewahren. Ich kann nur raten, nicht auf Bäume zu klettern ohne zu wissen, wie man wieder runterkommt“, warnte Trittin. „Jetzt müssen erstmal Fakten her. Ohne sauberes Verfahren darf Russland nicht auf die Anklagebank gesetzt werden.“

Von Thoralf Cleven / RND

Nach der Affäre um die Vergiftung des früheren russischen Ex-Spions Sergej Skripal in Großbritannien weisen zahlreiche westliche Staaten russische Diplomaten aus. Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch findet, Deutschland sollte eine Vermittlerrolle spielen. Die FDP hat Verständnis für die Ausweisungen, die Grünen sind gespalten.

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